So ticken die drei Kandidaten für den Zeller Gemeinderat
Drei Kandidaten, drei Fragen
In gut drei Wochen stehen neben nationalen Abstimmungen in der Gemeinde Zell auch kommunale Wahlen an. Wir stellen Ihnen die drei Kandidierenden für den freien Sitz im Gemeinderat vor.
Am 22. September gelangen mit der Biodiversitätsinitiative und der BVG-Reform nicht nur zwei grössere nationale Vorlagen zur Abstimmung. In der Gemeinde Zell steht zudem der erste Wahlgang der Ersatzwahl für den Gemeinderat an. Konkret gilt es, den Sitz des Finanzvorstehers Stefan Deinböck (FDP) zu ersetzen.
Deinböck hatte nach seinem Umzug vom Bezirksrat die Erlaubnis erhalten, bis Ende Legislatur weiter zu politisieren.
Später entschloss er sich, dennoch vorzeitig zurückzutreten. Bereits stehen drei Kandidaten in den Startlöchern. Zwei davon hatten bereits mehrfach für ein Exekutivamt kandidiert, mit Ralf Weiss liebäugelt die SVP nach mehreren Jahren mit einem Comeback im Gemeinderat.
Ralf «Jimmy» Weiss (56), SVP, Zell

Wohnort: Zell
Beruf: Verkaufsingenieur
Lieblingsort in der Gemeinde: Himmerich-Weiher, Rikon
Wofür stehen Sie privat, beruflich und politisch?
Für mich zählen in all den genannten Bereichen eine offene Kommunikation, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Die Menschen mit Anstand, Höflichkeit und Respekt behandeln. Die Probleme ernst nehmen und zusammen mit allen die beste Lösung finden.
Was hebt Sie von den anderen Kandidierenden ab?
Ich bringe die Angelegenheiten gleich auf den Punkt. Ich bin zielstrebig, geradlinig, authentisch in meinem Tun und den Aussagen. Für mich steht die Sache im Vordergrund und nicht ich als Person.
Wenn es eine Sache gäbe, die Sie in der Gemeinde verändern sollten – welche wäre das und weshalb?
Da meine Familie auch vom Hochwasser im Mai 2022 betroffen war, würde ich versuchen, den Hochwasserschutz so schnell als möglich zu vollziehen. Hier würde ich den Druck auf Kanton und Bund erhöhen, um die Bürgerinnen und Bürger vor einer weiteren Überschwemmung zu schützen. Dies betrifft nicht nur Zell, sondern auch Rikon und Kollbrunn.
Corinne Pfister (53), parteilos/BGV, Zell

Wohnort: Zell
Beruf: Geschäftsführerin
Lieblingsort in der Gemeinde: Wald oberhalb der Lettenbergstrasse, Zell
Wofür stehen Sie privat, beruflich und politisch?
Als Geschäftsführerin der Pfister Schreinerei und Küchenbau AG und Präsidentin des Gewerbevereins Zell vor allem für die Stärkung des lokalen Gewerbes. Ich bin sehr politikinteressiert und würde mich auf die Arbeit in der Kollegialbehörde freuen.
Was hebt Sie von den anderen Kandidierenden ab?
Da ich nicht nur seit 1999 in Zell wohne, sondern auch in der Gemeinde arbeite, bin ich vor Ort und bei der Bevölkerung präsent und habe ein offenes Ohr für die Zeller Einwohner. Ich habe eine Gemeindelehre abgeschlossen und verfüge über Erfahrung im Bereich Finanzen und der Führung einer Finanzbuchhaltung ad interim.
Wenn es eine Sache gäbe, die Sie in der Gemeinde verändern sollten – welche wäre das und weshalb?
Ich würde die Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden innerhalb der Gemeinde Zell verbessern und weiter ausbauen.
Noël Kurzen (48), GLP

Wohnort: Rämismühle
Beruf: gelernter Polymechaniker, strategischer Einkäufer, Unternehmer
Lieblingsort in der Gemeinde: Mein Zuhause
Wofür stehen Sie privat, beruflich und politisch?
Als Unternehmer und Vater setze ich mich für ein nachhaltiges Dorfleben in Zell ein. Ich kandidiere als verlässlicher Tösstaler mit pragmatischer wirtschaftlicher und ökologischer Handlungsweise. Mein Ziel ist eine wirtschaftlich sinnvolle, nachhaltige Energiezukunft.
Ich möchte die Steuergelder sinnvoll investieren und die Infrastruktur an die Bedürfnisse der Gemeinde anpassen, um eine solide finanzielle Basis für kommende Generationen zu schaffen. Der Ausbau schulergänzender Tagesstrukturen liegt mir am Herzen. Als Gründer von Noël’s Taekwondo weiss ich, wie wichtig Vereine für die Gemeinschaft sind. Demokratie lebt von Vielfalt – ich setze mich dafür ein, dass jede Stimme gehört wird.
Was hebt Sie von den anderen Kandidierenden ab?
Ich verfüge über ein breites und tiefes Wissen. Neben meinen ausgeübten Berufen habe ich drei Berufsabschlüsse.
Wenn es eine Sache gäbe, die Sie in der Gemeinde verändern sollten – welche wäre das und weshalb?
Unsere Gemeinde ist solide aufgestellt, und es besteht kein dringender Handlungsbedarf. Ich würde daher eher von kontinuierlichen Optimierungen sprechen, welche ich unterstützen möchte.
