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Politik

Die Finanzplanung in Egg könnte engmaschiger werden

Die Initiative zur Schuldenbremse in Egg entpuppte sich als grössere Baustelle. Nun kommt sie an die Urne.

Die Finanzplanung in Egg könnte engmaschiger werden

Schuldenbremse in Egg

Die Initiative zur Schuldenbremse kommt nach langem Ringen an die Urne. Dazu gesellen sich ein Gegenvorschlag und ein Rekurs.

Diesen Herbst dürfen die Egger endlich über die Einzelinitiative zur Einführung einer Schuldenbremse abstimmen. Es war ein langer Weg: Die Initiative ist schon vor zwei Jahren eingereicht worden, doch es gab Unstimmigkeiten. Der Egger Gemeinderat forderte die Initianten immer wieder auf, den Text zu präzisieren.

Dreimal hatte Beat Rüegg (SVP), der Präsident der Rechnungsprüfungskommission (RPK), beim Gemeinderat eine Initiative in der Sache eingereicht – gemeinsam mit einigen Mitstreitern aus seiner Partei. Es gab Zurückweisungen, Aussprachen, Rückzüge und Umformulierungen. Seit Anfang Jahr liegt endlich ein abstimmungsfähiger Text für den Urnengang vor.

Die Schuldenbremse bedeutet im Grundsatz, dass der Haushalt der Gemeinde Egg über einen Zeitrahmen von acht Jahren ausgeglichen sein muss. Konkret: In den kommenden vier Jahren des Finanzplans, im laufenden Jahr und in den letzten drei Rechnungsjahren müssen sich Ausgaben und Einnahmen die Waage halten.

Das zweckfreie Eigenkapital – das nicht gebunden ist an Finanz- oder bestehende Schuldverpflichtungen – soll nicht weniger als 100 Prozent und nicht mehr als 200 Prozent des Nettoertrags der allgemeinen Gemeindesteuern des letzten abgeschlossenen Rechnungsjahrs enthalten.

Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten müssen gesamthaft maximal 150 Prozent des Nettoertrages der allgemeinen Gemeindesteuern des letzten abgeschlossenen Rechnungsjahres betragen.

Wird einer dieser Punkte nicht eingehalten, soll der Gemeindevorstand für das folgende Budgetjahr und die kommenden drei Planjahre aufzeigen, wie das Budget eingehalten werden kann. (eru)

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