Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Politik

Neue Fussgängerbrücke bei Dillhaus lässt auf sich warten

Die Ortsteile Juckern und Dillhaus erhalten eine neue Verbindung. Wegen des schlechten Wetters kommt es jetzt zu Verzögerungen.

So wird die Brücke aussehen, die künftig die beiden Tössufer bei Dillhaus miteinander verbindet.

Visualisierung: Keller Architekten AG

Neue Fussgängerbrücke bei Dillhaus lässt auf sich warten

Baustelle in Bauma

Die alte Stahlbrücke in Bauma hat ausgedient. An ihre Stelle tritt eine Holzbrücke. Zeitgleich will der Kanton den Hochwasserschutz der Töss verbessern. Deshalb verspätet sich die Einweihung der Brücke.

Über 130 Jahre lang verband eine massive Stahlfachwerkbrücke die beiden Tössufer und damit die Baumer Ortsteile Juckern-Saland und Dillhaus.

Ursprünglich konnten hier auch Autos den Fluss und den anschliessenden Bahnübergang überqueren. Nachdem Letzterer vor rund 35 Jahren aufgehoben worden war, diente die Brücke als Verbindung für Fussgänger und Velofahrer.

Seit April ist der markante Bau verschwunden. Der Gemeinderat hatte sich für einen Ersatz entschieden, weil die Brücke in den nächsten Jahren hätte saniert werden müssen.

«Eine Sanierung wäre vermutlich teurer geworden als ein Neubau, weil man die Brücke hätte anheben müssen», sagt der zuständige Gemeinderat Rudolf Rüegg (parteilos). An der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember stimmten die Bürger einem entsprechenden Kredit von 394’100 Franken zu.

An die Stelle des Stahlkolosses tritt eine Holzbrücke – doch obwohl deren Fertigstellung im Juli geplant war, fehlt davon noch jede Spur. Stattdessen klafft zwischen den beiden Ufern eine Lücke. Weshalb?

Kanton macht Töss sicherer

Schuld ist das Wetter. Zwar könnte eine Brücke auch bei schlechtem Wetter montiert werden. Parallel zum Ersatz läuft da aber noch ein anderes Projekt. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) baut die Schwelle, die unterhalb der Brücke im Flussbett liegt, um. Wegen der Regenfälle konnten die Bauarbeiten bisher noch nicht starten.

Grund für die Sanierung sind sogenannte Wasserwalzen, die entstehen können, wenn die Töss besonders viel Wasser führt. «Diese können für schwimmende Menschen oder auch Hunde sehr gefährlich werden», erklärt Katharina Weber, Mediensprecherin der Baudirektion, «denn wenn man einmal hineingerät, kann man sich kaum mehr daraus befreien.» Deshalb wird die Schwelle abgesenkt.

Das Projekt sorgt zudem dafür, dass Fische den Fluss in beide Richtungen leichter passieren können, und verbessert den Hochwasserschutz. «Das Risiko, dass die Töss über die Ufer tritt oder mitgeschwemmte Äste und Bäume die Schwelle blockieren, wird reduziert», sagt Weber.

Weil sich der Umbau der Schwelle ohne Brücke leichter gestaltet, haben Kanton und Gemeinde ihre Vorhaben aufeinander abgestimmt. «Wir hätten auch noch ein, zwei Jahre warten können, aber so hat es sich direkt angeboten», sagt Rudolf Rüegg.

Eröffnung im Spätsommer geplant

Mit in diese Entscheidung habe auch die Bautätigkeit in den umliegenden Gebieten gespielt. Saland gehört zu den Orten, an denen der Bauboom besonders stark ausgeprägt ist. Nur wenige hundert Meter von der Brücke entfernt kündigen Baugespanne ein neues Quartier mit sieben Mehrfamilienhäusern an.

«Die neue Brücke schafft eine schnelle Verbindung nach Dillhaus und zur nächsten Bushaltestelle», sagt Rüegg. «Und die Bauweise aus Holz steigert die Attraktivität noch zusätzlich.»

Wie ihre Vorgängerin steht die Holzbrücke dem Velo- und Fussgängerverkehr offen. Sie wird von der Salander Holzbaufirma Schindler & Scheibling gefertigt und fixfertig angeliefert, entworfen hat sie das Ustermer Architekturbüro Keller.

Die Sanierung der Schwelle dauert rund zwei Wochen und sollte laut Kanton bis «Ende Sommer» abgeschlossen sein. Ist diese erledigt, wird die Holzbrücke eingehoben. Kommt es zu keinen weiteren Verzögerungen, ist die Einweihung der Brücke für Anfang September geplant.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns