In der Grenzfrage überrascht nur die volle Tribüne – nicht der Gemeinderat
Parlament Uster entscheidet
Quo vadis Nänikon, Werrikon, Uster und Greifensee? Diese Frage wird im nächsten halben Jahr das Volk zu klären haben. Dann geht es um eine Prüfung zur Abspaltung der zwei Aussenwachten.
Zu viele Nachteile, der Verlust von Steuergeldern und Arbeitsplätzen: Der Ustermer Gemeinderat lehnt – wenig überraschend – die Volksinitiative «Zusammenführen, was zusammengehört – Grenzänderung Uster-Greifensee» ab. Die vom Komitee Pro8606 lancierte Initiative in Form der allgemeinen Anregung sieht vor, dass der Stadtrat, mit dem Gemeinderat Greifensee einen Vertrag über den Wechsel der Aussenwachten Nänikon und Werrikon zur Politischen Gemeinde Greifensee ausarbeitet.
Bereits im Vorfeld der Sitzung war klar, dass sich alle Parteien ausser die SVP/EDU-Fraktion gegen das Ansinnen der Initianten stellen würden. Dies mit der Begründung, dass eine Fusion mit Greifensee mehr Vorteile bringe. So wurde auch ein parteiübergreifendes Postulat als erledigt abgeschrieben, das genau eine solche geprüfte hatte. Und in vielen Erklärungen als eigentliche «Auslegeordnung» bezeichnet wurde, welche das Komitee verlangte, doch gemäss Gemeinderat mit seinem Initiativtext verunmöglichte.
Die mit 80 Zuschauenden überraschend gut gefüllte Tribüne zeigte allerdings, dass die Grenzfrage bewegt – ob nur in den betroffenen Aussenwachten wird sich zeigen. Voraussichtlich am 24. November wird die Urnenabstimmung über die Initiative stattfinden.
Einordnung folgt.
An seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause genehmigte der Gemeinderat zudem Geschäftsbericht und Jahresrechnung der Sekundarstufe sowie der Stadt Uster.
