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Ein Tag ohne Autoverkehr ist in Wetzikon nicht umsetzbar

Auch wenn es die Stadt eine gute Idee findet. Der Kanton sagt, dass eine temporäre Sperrung nicht möglich sei.

Die Bahnhofstrasse in Wetzikon ist zu stark befahren, als dass man sie temporär sperren könnte. (Archiv)

Foto: Manuel Reimann

Ein Tag ohne Autoverkehr ist in Wetzikon nicht umsetzbar

Motorfreie Bahnhofstrasse

Der Stadtrat sollte prüfen, ob die Bahnhofstrasse für einen Tag für den motorisierten Verkehr gesperrt werden könnte. Er fand das eine gute Idee. Doch der Kanton macht da nicht mit.

Für einmal im Jahr soll die Bahnhofstrasse in Wetzikon allein den Fussgängern gehören. Der Stadtrat wurde vom Parlament in einem Postulat aufgefordert, die Machbarkeit für einen Erlebnistag «Motorfreie Bahnhofstrasse» zu prüfen.

Im Vorstoss von Christoph Wachter (SP) heisst es, dass die Bahnhofstrasse in Wetzikon die längste Bahnhofstrasse Europas sei – 2435 Metern lang. Doch mit dem konstanten Verkehr «habe die Wetziker Bevölkerung wenig davon», heisst es. Mit dem Erlebnistag könnten die Anwohnenden die Strasse in voller Länge geniessen, zu Fuss, mit der Familie, auf Rollerblades oder dem Velo. Hauptsache kein Motor.

Der Stadtrat hat dies geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass es im Sinne der Bevölkerung sein könnte. Alle zwei Jahre werde bereits ein Strassenabschnitt beim Züri-Oberland-Märt für das Stadtfest gesperrt, was im Wetziker Terminkalender fest verankert sei.

Keine Umleitung? Keine Sperrung

Das letzte Wort hat aber der Kanton, auch wenn es um benannten Erlebnistag geht. Denn für eine temporäre Sperrung der Wetziker Bahnhofstrasse ist die Zustimmung der Baudirektion und der Kantonspolizei erforderlich. Und diese erteilten eine Absage.

Der Grund dafür sei vor allem das hohe Verkehrsaufkommen. Eine Umleitung des gesamten Verkehrs sei aufgrund fehlender oder kaum vorhandener Ausweichmöglichkeiten nicht möglich. Die Strasse habe zudem verkehrstechnisch einen «ortsverbindenden Charakter» zwischen Unter- und Oberwetzikon, der nicht unterbrochen werden dürfe.

Letztlich wäre die Bewilligung eines solchen Anlasses auch ein Präjudiz für andere Gemeinden, was vonseiten der Kantonspolizei vermieden werden soll.

Trotzdem will der Stadtrat Interessierte ermuntern, sich bei der Organisation SlowUp zu melden, die über Erfahrung in der Organisation ähnlicher Anlässe in der ganzen Schweiz verfügt. Dem Bericht des Stadtrats wird zugestimmt und das Postulat abgeschrieben.

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