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Greifensee interessierte sich mehr für Fussball als für die Gemeinde

Während die Menschen in Greifensee den Fussballmatch der Schweizer Nationalmannschaft verfolgten, stimmte die Gemeindeversammlung allen Traktanden zu.

Die Gemeindeversammlung in Greifensee stimmte allen Traktanden einstimmig zu. (Archiv)

Foto: Nicolas Zonvi

Greifensee interessierte sich mehr für Fussball als für die Gemeinde

Gemeindeversammlung in Greifensee

Unglücklicherweise fand die Gemeindeversammlung in Greifensee während des Fussballmatchs der Schweizer Nationalmannschaft statt. Das Interesse an den Geschäften war dementsprechend klein.

Das Spiel Schweiz gegen Schottland interessierte die Menschen in Greifensee mehr als die Gemeindeversammlung, die zeitgleich stattfand. Das zumindest vermutet Gemeindeschreiber Philippe Sturzenegger stark. Gerade mal 28 Stimmberechtigte haben den Weg ins Landenberghaus gefunden. Auf dem Plan standen vier Traktanden, welche die Versammlung einstimmig annahm.

Greifensee schloss das Jahr 2023 mit einer überraschend guten Schlussrechnung ab. Der Überschuss belief sich auf rund 1,3 Millionen Franken. Das lag an den hohen Steuereinnahmen. Höhere Ausgaben als erwartet hatte die Gemeinde bei den stationären Alters- und Pflegeheimen sowie für die Spitex. Auch die gestiegene Asyl-Aufnahmequote wirkte sich auf die Rechnung aus.

Letztes Jahr änderte der Kanton die Bestimmungen zu den Einbürgerungen. Greifensee musste deshalb seine Verordnung ebenfalls anpassen. Neu bezahlen alle Menschen über 25 Jahre die volle Gebühr, wenn sie sich einbürgern lassen möchten. 20- bis 24-Jährige bezahlen die Hälfte, unter 20-Jährige nichts.

Die Gemeinde legte offen, dass für die Revitalisierung des Werrikerbachs und bei der Förderung der Biodiversität die effektiven Kosten minim von den budgetierten Beträgen abwichen. Die Bürger nahmen das zur Kenntnis.

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