Doppelt so viele Anzeigen wegen Sprayereien
Ärger über Graffiti in Dübendorf
Wie geht Dübendorf gegen illegale Graffiti vor? Die Antwort auf einen politischen Vorstoss zeigt: mit zusätzlicher Überwachung und viel Putzpersonal.
Überall in Dübendorf sind Graffiti und Tags zu sehen, vor allem Fussballfans treiben auf Stadtgebiet ihr Unwesen. Für die Hauseigentümer sind die Sprayereien ein Ärgernis.
Mit einer Interpellation wollten Gemeinderat Stefan Angliker (FDP) und elf Mitunterzeichnende Fragen zum Thema geklärt haben. Nun hat der Stadtrat diese beantwortet. Die Zahl der Graffiti-Vorfälle sei über «eine längere Zeitachse gesehen konstant hoch», heisst es. Im letzten Jahr wurde allerdings ein starker Anstieg verzeichnet: 128 Anzeigen hat es von privater und öffentlicher Seite 2023 gegeben – fast doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Strafrechtlich belangt wurden neun Personen – alles Jugendliche.
Die Graffiti-Hotspots sind wenig überraschend Unterführungen, beispielsweise bei der Memphis-Kreuzung oder beim Bahnhof. Ebenfalls immer wieder heimgesucht werden die Bushaltestelle Chriesmatt, die Velostation am Bahnhof, der Gfenn-Brunnen, der Velounterstand beim Stadthaus oder die WC-Anlage beim Jabee Tower. Am stärksten von Schmierereien betroffen sei die Schulanlage Stägenbuck, schreibt der Stadtrat.

