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Hittnau begräbt Pläne für die «alte Seki» vorerst

Die Sanierung der denkmalgeschützten «alten Seki» muss warten. Hittnau braucht das Gebäude als Asylunterkunft.

Die «alte Seki» steht unter Denkmalschutz und darf nicht abgerissen werden. Im ehemaligen Schulhaus wohnen aktuell acht Asylsuchende.

Foto: Gemeinde Hittnau

Hittnau begräbt Pläne für die «alte Seki» vorerst

Mehr Platz für Asylsuchende

Die «alte Seki» ist nicht mehr Teil des Projekts für eine neue Kindertagesstätte in Hittnau. Die Gemeinde braucht den Wohnraum für Asylbewerber.

Eigentlich schien alles klar. «Die Ampel für das Projekt ‹Kita – alte Seki› steht auf Grün», teilte die Gemeinde Hittnau am 15. März mit. Grund für den damaligen Optimismus war ein Planungskredit der Schulpflege. Mit dem Kredit sollte der Weg zur konkreten Umsetzung des Bauprojekts geebnet werden.

Die «alte Seki» stand im Zentrum einer Investition von 6,5 Millionen Franken. Diese umfasst den Bau einer neuen Kindertagesstätte sowie die Sanierung, Renovation und Umnutzung des unter Objektschutz stehenden ehemaligen Schulhauses. Die bisherige Kindertagesstätte ist zu klein geworden und befindet sich zudem wenig kindgerecht im Industriegebiet. Sie sollte hinter dem zentral gelegenen Schulhaus gebaut und mit ihm verbunden werden.

In der «alten Seki» wollten die Hittnauerinnen und Hittnauer einen Treffpunkt für Kultur und Vereinsanlässe inklusive Bibliothek erstellen.

Erhöhung der Zuweisungsquote im Asylbereich

Wo vor zehn Wochen noch eine grüne Ampel leuchtete, steht heute ein Stoppschild. Dort hingestellt hat es der Gemeinderat: Die Umnutzung der «alten Seki» sei «zum heutigen Zeitpunkt nicht zielführend».

Hauptgrund für den Stopp der Pläne sind die erhöhten Asylquoten des Kantons Zürich. Ab Juli müssen alle Gemeinden in der Lage sein, 16 Flüchtlinge pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner (1,6 Prozent) aufzunehmen, bisher sind es 13. Im Juni 2023 lag die Quote noch bei 9 Personen (0,9 Prozent). Seither suchen die Gemeinden händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten.

Für Hittnau bedeutet die Erhöhung der Quote, dass die Gemeinde Wohnraum für zwölf zusätzliche Asylsuchende finden muss. Die «alte Seki» dient aktuell als Unterkunft für acht Flüchtlinge. Eine Umnutzung würde das Problem für die Gemeinde Hittnau also nochmals verschärfen.

Abstimmung über neue Kita im September

Auf die Pläne, hinter der «alten Seki» eine neue Kindertagesstätte zu bauen, hat der Entscheid der Gemeinde keinen Einfluss. Schon im September soll den Stimmberechtigten ein Projektierungskredit unterbreitet werden.

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