Kostet das Kulturzentrum Uster doppelt so viel oder wird es günstiger?
Diskussion vor Abstimmung entbrannt
Die Abstimmung über das geplante Kultur- und Begegnungszentrum auf dem Ustermer Zeughausareal rückt näher. Die Meinungen und Argumente gehen weit auseinander.
Ein Leuchtturmprojekt oder eine unnötige Luxusvariante – der Abstimmungskampf um den Kredit für das geplante Kultur- und Begegnungszentrum auf dem Ustermer Zeughausareal läuft auf Hochtouren. Für 33,3 Millionen Franken sollen zwei Neubauten entstehen und damit den Stadthofsaal sowie das Kulturhaus Central in ihrer Funktion ablösen. Denn der Stadthofsaal ist sanierungsbedürftig und das Central nur befristet eingemietet.
Im Rahmen des Projekts wird auch das Zeughaus K2 saniert. Zusätzliche 3,3 Millionen kostet der Bau der Tiefgarage mit 72 Plätzen. Das Ustermer Stimmvolk entscheidet am 9. Juni über den Gesamtkredit von 36,6 Millionen Franken plus die Gründung der Zeughaus Uster AG als gemeinnützige Aktiengesellschaft.
Der Stadtrat hat beim Gemeinnützigen Fonds des Kantons Zürich ein Gesuch für einen Beitrag von 10 Millionen Franken gestellt. Er rechnet darum mit deutlich tieferen Nettokosten. Ganz anders die SVP. «Es ist voraussehbar, dass die tatsächlichen Kosten, unter anderem aufgrund der Teuerung, die Marke von 40 Millionen Franken überschreiten werden. Dieser Kredit würde die Finanzen der Stadt Uster übermässig belasten», heisst es in einer Stellungnahme von Daniel Schnyder, dem Präsidenten der SVP Uster.

