Ist das der Tempo-Kompromiss für Dübendorf?
Abstimmung über Tempo 40
Jetzt kommt die Initiative für Tempo 40 an die Urne. Bei einem Ja – so der Plan – würde im Zentrum der Rechtsvortritt aufgehoben, die Zebrastreifen würden wieder aufgemalt. Umstritten ist, ob sich das Ganze überhaupt umsetzen lässt.
Tempo 30 ist in Dübendorf das Aufreger-Thema schlechthin. Die letzte grosse Eruption war vor drei Jahren, als der Stadtrat im Zentrum eine 30er-Zone einführte. Er tat dies zwar innerhalb seiner Finanzkompetenz. Die SVP hingegen fand, nach zwei verlorenen Tempo-30-Abstimmungen in der Vergangenheit hätte zwingend das Volk befragt werden müssen.
Die Partei hatte das Vorhaben auf dem Instanzenweg zu verhindern versucht – scheiterte damit aber. Wenn auch nur halb. Denn durch die Verzögerung wurde das neue Temporegime kurz vor einer weiteren Abstimmung über Tempo 30 – diesmal in den Quartieren – eingeführt. Und die ging prompt verloren.
Ob der noch frische Ärger über die Temporeduktion im Zentrum für das mittlerweile dritte Nein der Dübendorfer zu Tempo 30 verantwortlich war, ist letztlich reine Spekulation. Auf jeden Fall doppelten die Stimmberechtigten vor einen Jahr nach und sagten Ja zu einer Volksinitiative, die künftig bei Temporeduktionen eine Mitsprache des Parlaments respektive des Volks verlangt.

