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Jetzt sucht Uster Ideen für Wohnungen beim Zeughausareal

Bereits im Herbst soll entschieden werden, welches Projekt dann die Ausschreibung gewinnt.

Der Ustermer Stadtrat sucht Ideen für den westlichen Teil des Zeughausareals. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Jetzt sucht Uster Ideen für Wohnungen beim Zeughausareal

Ausschreibung läuft

Der Stadtrat hat das Ausschreibungsdossier des Zeughausareals West genehmigt. Nun soll dieser Teil nach Vorgaben des Gestaltungsplans bewirtschaftet werden – mit einem Anteil von gemeinnützigen Wohnungen.

Die Entwicklung des Zeughausareals geht einen Schritt weiter, denn nun sucht der Stadtrat Ideen für den westlichen Teil des Areals. In der Sitzung vom 14. Mai hat der Stadtrat das Ausschreibungsdossier für das Unterbaurecht des westlichen Teils des Zeughausareals genehmigt, wie dieser mitteilt.

Unterbaurecht: Im Fall des Zeughausareals ist die Eigentümerin des Grundstücks die Armasuisse, also die Armee. Das Baurecht hat die Stadt Uster. Doch weil diese nicht bauen will, gibt sie ein Unterbaurecht an Dritte – das, was nun ausgeschrieben wurde.

Die Ausschreibung richtet sich vor allem an gemeinnützige Bauträgerschaften wie Wohnbaugenossenschaften, denn der Gestaltungsplan schreibt einen Anteil von 50 Prozent an gemeinnützigem Wohnungsbau vor – ein kleiner Teil soll von Gewerben genutzt werden.

Lange war unklar, wie sich das Areal entwickeln würde. Zwischendurch hatte sich die Armee, die Eigentümerin des Areals ist, gegen ein Bauvorhaben der Stadt entschieden. Doch letztes Jahr konnte Uster einen Baurechtsvertrag, der für 100 Jahre gültig ist, unterschreiben.

Letzten Herbst schätzte der Stadtrat, dass etwa 100 Wohnungen entstehen könnten, was allerdings von deren Grösse abhängt. Durch Neubauten mit unterschiedlichen Grundrissen sollen die Wohnungen verschiedene Gruppen von Mietenden ansprechen, so der Stadtrat.

«Wir sind gespannt, welche innovativen Konzepte und Ideen für die Entwicklung präsentiert werden», lässt sich Stadtrat Cla Famos (FDP), Abteilungsvorsteher Finanzen, zitieren. Die beiden denkmalgeschützten Zeughäuser sollen in die Gestaltung des Areals integriert werden.

Entscheid im Herbst

Das Baurecht wird bis spätestens Anfang Juni öffentlich ausgeschrieben sein. Voraussichtlich im Herbst 2024 wird ein Gremium die Bewerbungen auswerten und dem Stadtrat eine Empfehlung abgeben. Der Stadtrat wird diese überprüfen und zuhanden des Gemeinderats einen Antrag stellen, der dann schliesslich entscheidet, wer das Unterbaurecht des Zeughausareals West erhalten wird.

Es ist zwischen dem Zeughausareal West und dem Zeughausareal Ost zu unterscheiden. Der westliche Teil wird, wie beschrieben, Wohnungen und Gewerberäume beinhalten.

Auf dem östlichen Teil soll das geplante Kultur- und Begegnungszentrum von über 30 Millionen Franken entstehen. Am 9. Juni stimmt die Bevölkerung zum letzten Mal über das Grossprojekt ab. Hier finden Sie eine Einschätzung mit den wichtigsten Fakten dazu.

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