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Zweite Chance für Bikesharing in Dübendorf?

Der Stadtrat verhandelt gerade neue Vertragsbedingungen für das Bikesharing in der Stadt aus. Dabei wollte das Parlament das Angebot doch streichen.

Ende November 2024 sollte eigentlich Schluss sein mit dem Publibike-Angebot in Dübendorf. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Zweite Chance für Bikesharing in Dübendorf?

Der Gemeinderat sagte Nein

Nachdem der Gemeinderat das Geld für das Bikesharing in Dübendorf gestrichen hat, wäre in einigen Monaten eigentlich Schluss mit dem Angebot. Doch nun verhandelt der Stadtrat neu.

Im vergangenen Dezember drehte das Parlament dem Bikesharing-Angebot in Dübendorf den Geldhahn zu und strich die dafür vorgesehenen 60'000 Franken aus dem Budget 2024. Zu teuer seien die Publibikes in Anbetracht dessen, dass die Velos 98 Prozent der Zeit nicht gefahren würden.

Die Befürworter des Angebots kritisierten die Sparpläne hingegen als kurzsichtig und verwiesen auf die steigenden Nutzungszahlen – unterlagen am Ende aber deutlich. Damit war klar: Die Publibikes kommen weg, aufgrund des noch laufenden Vertrags allerdings nicht sofort, sondern Ende November. Doch nun könnte es für die Leihvelos doch noch eine Zukunft geben in Dübendorf.

Denn mittlerweile haben sich laut Tiefbauvorstand Adrian Ineichen (FDP) die Voraussetzungen geändert. So ist Dübendorf mit anderen Glattal-Gemeinden ans Veloverleihsystem der Stadt Zürich angeschlossen, und nach der Neuausschreibung der Stadt Zürich liegen nun andere Vertragsbedingungen vor. «Diese sind für Dübendorf viel attraktiver als im bisherigen Konstrukt», sagt Ineichen.

Stadtrat ist zuversichtlich

Der Vertrag müsse aber noch fertig ausgehandelt werden, deshalb könne man noch keine fixen Zahlen kommunizieren. Er rechne jedoch damit, dass die Betriebskosten künftig um ein Mehrfaches tiefer ausfallen dürften. Die neuen Bedingungen seien zum Zeitpunkt der Budgetdebatte noch nicht bekannt gewesen, sagt der Tiefbauvorstand.

Nun will der Stadtrat die Weiterführung des Bikesharings ins nächste Budget aufnehmen und den Betrieb ohne Unterbruch laufen lassen, also ohne dass die Stelen an den verschiedenen Verleihstation abmontiert und die Velos vorübergehend abtransportiert werden müssten. Ineichen ist zuversichtlich: «Ich gehe davon aus, dass das Angebot mit den neuen Vertragsbedingungen weitergeführt werden kann.»

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