Gemeinderat Fischenthal ist gegen Fusionsidee
Initiative abgelehnt
Eine Initiative fordert, die Gründung einer neuen, gemeinsamen Gemeinde im oberen Tösstal abzuklären. Der Gemeinderat hat sie zwar für gültig erklärt, hält aber nicht viel vom Begehren.
Wie sieht die Zukunft von Fischenthal aus? Ist die Eigenständigkeit der richtige Weg, oder wäre eine Fusion zu einer Grossgemeinde sinnvoller? Eine Einzelinitiative beschäftigt sich mit ebendieser Frage. Sie beantragt, die Gründung einer neuen, gemeinsamen Gemeinde im oberen Tösstal mit angrenzenden Gemeinden oder Gebieten abzuklären.
Wenn es nach dem Fischenthaler Gemeinderat geht, soll aus dieser Idee aber nichts werden. Anfang Jahr hatte er die Initiative für gültig erklärt. Im jüngsten Gemeinde-Newsletter kommuniziert er nun seinen Entscheid, die Initiative abzulehnen. Als Begründung verweist er auf das strategische Ziel, das er sich zu Beginn der laufenden Legislatur gesetzt hat. Um wichtige Gemeindeaufgaben zu erfüllen, sieht dieses eine Zusammenarbeit mit den Nachbarn vor, nicht aber einen Zusammenschluss.
«Die Gemeinde Fischenthal will so ihre Eigenständigkeit mindestens mittelfristig wahren und der Bevölkerung trotzdem zeitgemässe Dienstleistungen in guter Qualität erbringen», argumentiert der Gemeinderat.
Abstimmung findet im Juni statt
Die Initiative stammt aus der Feder von Matthias Gnehm. Der ehemalige Schulpräsident aus Gibswil hatte sie im vergangenen Sommer unter dem Titel «Abklärung über die Zukunft der Gemeinde Fischenthal» eingereicht.
«Fischenthal muss sich neu ausrichten, und mit einem Gemeindezusammenschluss kann die Nähe zwischen Gemeindebehörden und Bürgerinnen und Bürgern gewahrt werden», begründete er sein Vorhaben. Halte man hingegen an den historischen Gemeindestrukturen fest, führe dies zunehmend zu Auslagerungen von kommunalen Aufgaben. Damit gehe mehr Bürgernähe verloren.
Das letzte Wort in der Angelegenheit hat der Souverän. Er entscheidet an der Sommergemeindeversammlung vom 4. Juni über die Initiative.

