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Ausschuss will am GZO-Verwaltungsratspräsidenten festhalten

Nach dem CEO-Wechsel beim Wetziker Spital wurden auch Forderungen nach einem Rücktritt von Jörg Kündig laut. Doch die verhallen ungehört.

Jörg Kündig: Der Verwaltungsratspräsident des GZO Spitals Wetzikon steht derzeit im Fokus. Sein Rücktritt ist jedoch kein Thema.

Foto: Christian Merz

Ausschuss will am GZO-Verwaltungsratspräsidenten festhalten

Treffen der Aktionärsgemeinden

Zwölf Gemeinden tragen als Aktionäre das GZO Spital Wetzikon. Bereits zum zweiten Mal hat ein Ausschuss zur gegenwärtigen Notlage des Krankenhauses getagt. Pascal Bassu gibt einen kleinen Einblick.

Noch etwas mehr als 50 Tage: So lange hat das GZO Spital Wetzikon noch Zeit, um eine Obligation in Höhe von 170 Millionen Franken zurückzuzahlen. Die Führungsetage des Krankenhauses ist gefordert. Und erst Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass es auf ebendieser einen Wechsel gibt. CEO Matthias P. Spielmann trat am Montag per sofort zurück, es war die Rede von «unterschiedlichen Auffassungen über die strategische und operative Ausrichtung».

Doch zur Führung gehört auch Verwaltungsratspräsident Jörg Kündig. Spekulationen und Forderungen nach seinem Rücktritt machten zuletzt die Runde. Er selber schloss einen solchen aus. «Ich bleibe im Amt, solange es mich braucht, und setze mich mit aller Kraft für eine gute Lösung ein», sagte Kündig gegenüber dieser Redaktion.

Priorität auf Rettung

Und auch die zwölf Aktionärsgemeinden des Spitals wollen offensichtlich an Kündig festhalten – zumindest zunächst. «Wir bereiten momentan keinen Wechsel an der Spitze vor, schliesslich stehen wir nach wie vor hinter dem Spital», erklärt Pascal Bassu (SP), Wetziker Stadtpräsident, am Telefon.

Ein Mann spricht an einem Rednerpult.
Für den Wetziker Stadtpräsidenten Pascal Bassu (SP) ist ein Wechsel an der Spitze des GZO-Verwaltungsrats derzeit kein Thema. (Archivfoto)

«Momentan ist absolute Priorität, die finanziell schwierige Lage am GZO zu meistern, die Klippe zu umschiffen und das für das Oberland und die hiesige Gesundheitsversorgung wichtige Spital zu retten.» Allerdings könne es durchaus sein, dass im Nachhinein die Rolle der Führung des GZO und ihr Verhalten durchleuchtet werden müssen. «Das hat aber Priorität zwei oder drei.»

Der Ausschuss der Aktionärsgemeinden nimmt denn auch den CEO-Wechsel zur Kenntnis. «Wir wissen nicht, was genau passiert und vorgefallen ist, eine mögliche Aussage hierzu wäre also reine Spekulation», erklärt Bassu, dem im Gremium eine Führungsrolle zuteil kommt. Jenes hatte diese Woche seine zweite Zusammenkunft.

Externe Spezialisten hinzugezogen

Jedoch erklärt er, dass man inzwischen drei unabhängige Spezialisten mandatiert habe, um sich extern beraten zu lassen. «Wir sind alle keine Gesundheitsfachleute», sagt Bassu. So ginge es darum, sowohl finanzielle als auch gesundheitliche Expertise zur gegenwärtigen Situation zu erhalten von Personen, die stark im Gesundheitswesen verankert sind. Konkrete Namen will er dabei nicht nennen.

Wie schnell die Arbeit der Experten fruchtet, wird sich zeigen. Bassu stellt in Aussicht, Ende nächster Woche erneut zu kommunizieren – «auch wenn es sich dabei nicht um eine fixfertige Lösung handeln wird». Mit dem Spital stehe man in einem informellen Austausch. Denn, so Bassu, ist eine offizielle Anfrage des GZO für finanzielle Unterstützung noch immer nicht bei den Gemeinden eingegangen.

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