Eine Sprintstrecke mit Tempo 30 bleibt chancenlos
Debatte über Einzelinitiativen
Das Dübendorfer Parlament hatte über zwei Einzelinitiativen zu entscheiden. Eine Mehrheit wurde aber sowohl mit Tempo 30 als auch mit der Kostenübernahme der Serafe-Gebühren nicht warm.
Die Einzelinitiative von Urs Wicki aus Dübendorf enthielt für die SVP gleich zwei Aufreger: die Einrichtung einer Tempo-30-Zone auf einer sogenannten verkehrsorientierten Strasse und einen permanenten Blitzkasten. Entsprechend wenig begeistert zeigte sich Lukas Schanz (SVP) an der Gemeinderatssitzung vom Montagabend über die gewünschten verkehrsberuhigenden Massnahmen im Bereich der Hermikonstrasse 50 bis 56. «Mir ist es schleierhaft, wieso man auf dieser kurzen Strecke eine Tempo-30-Zone machen will.»
Ebenfalls gegen das Begehren stellte sich Thomas Maier (GEU/GLP). Doch er zeigte Verständnis für die Anwohner. Auch die Grünliberalen hätten sich vor der Sanierung der Hermikonstrasse für Tempo 30 eingesetzt. Gewisse Forderungen wie Warnschilder oder ein permanenter Blitzkasten könnten aber auch im Dialog mit der Stadt erreicht werden. «Dafür braucht es keine Einzelinitiative.»
Dieses Mittel hinterfragte auch Stefan Angliker (FDP). «Gewünschte Anpassungen wie Strassenmarkierungen und Geschwindigkeitskontrollen sind operative Aufgaben, die in der Kompetenz der Behörden liegen.» Es wecke den Anschein, dass es damit vielmehr um die Befriedigung von Partikularinteressen der Initianten gehe.

