Darum ist der warme Boden über einer alten Deponie in Gossau ungefährlich
Vergessene Deponie Wissenbüel
Die Deponie Wissenbüel beschäftigte drei Gossauer Kantonsräte. Sie wollten wissen, was an dem Standort, der 1972 eröffnet und inzwischen sistiert wurde, mit der Umwelt passiert.
Deponie und Gossau: Fallen diese beiden Wörter, muss man unweigerlich an das Tägernauer Holz denken. Hier plant der Kanton, eine Kehrichtschlackendeponie zu errichten. Die Pläne beschäftigen seit Jahren die lokale Bevölkerung und die Politik. Sie wollen verhindern, dass der Kanton die geplante Deponie festsetzen kann.
Doch bereits von 1972 bis 2008 wurden in Gossau in der Deponie Wissenbüel Schlacken aus Kehrichtverbrennungsanlagen, Klärschlamm, Bauabfälle und zementverfestigte Filteraschen abgelagert – 370’000 Kubikmeter insgesamt.
Im Wissenbüel wären noch rund 100’000 Kubikmeter für Deponieabfälle verfügbar, allerdings wären davon nur ein Fünftel für Schlacke nutzbar. Das restliche Volumen könnte nur für wenig oder nicht belastetes Material genutzt werden.

