Bürger von Greifensee wollten aufstocken – doch das klappte nicht
Kapitalerhöhung Spital Uster
Einige Stimmberechtigten in Greifensee wollten mehr als die vorgeschlagenen 546 000 Franken als Kapitalerhöhung für die Spital Uster AG einschiessen.
An der Gemeindeversammlung im Landenberghaus drehte sich alles um die Aktienkapitalerhöhung der Spital Uster AG: «Können wir es uns leisten, kein Spital zu haben?» Das war die grosse Frage am Mittwochabend in Greifensee. «Wo sollen die Greifenseerinnen und Greifenseer hin, falls die Spital Uster AG Konkurs ginge?» 70 Stimmberechtigte waren vor Ort und diskutierten über die Vorteile eines Spitals in der Nähe und eventuelle Nachteile für die finanzielle Zukunft von Greifensee.
Jedenfalls ging die Debatte um die traktandierte Aktienkapitalerhöhung von 546’000 Franken für die Spital Uster AG nicht so schnell über die Bühne, wie im Vorfeld gedacht. Es wurde heftig debattiert – auch darüber, wie man mit drei Anträgen verfahren soll. Auch wurde mehrmals durchgezählt, da zu Beginn 63 Stimmberechtigte im Raum anwesend waren, danach jedoch 70.
Gegen Ende der Versammlung standen noch zwei Beträge zur Debatte: Eine Erhöhung um eine Million Franken stand dem vorgeschlagenen Betrag des Gemeinderates von 546 000 Franken gegenüber.
31 Stimmbürgerinnen hoben die Hand für die Aktienkapitalerhöhung von einer Million, während 37 Menschen für den vorgeschlagenen Betrag des Gemeinderates über 546 000 Franken stimmten. Dieser Antrag wurde nach einem längeren Abstimmunsgprozedere im Ausmerzverfahren angenommen.
Insgesamt wurde über drei Beträge abgestimmt
Insgesamt gingen an dem Abend drei Anträge zu unterschiedlichen Beträgen ein: Derjenige für eine Aktienkapitalerhöhung von einer Million Franken kam vom Präsidenten des Gewerbevereins Greifensee-Nänikon Marc Scheiwiller.
Eine Hausärztin, welche in Uster arbeitet, machte einen weiteren Antrag über eine Erhöhung von 1,25 Millionen Franken – mit den Worten: Bildung sei zwar schon wichtig, die Gesundheit jedoch auch. Ein dritter Antrag kam von ganz hinten: Eine Aktienkapitalerhöhung um 1,5 Millionen Franken.
Nach einem längeren Abstimmungsprozess, indem immer zwei Beträge ausgemerzt wurden, konnte der Souverän sich auf den vom Gemeinderat ursprünglich vorgeschlagene Betrag einigen.
