Usterstrasse in Wetzikon wird nun doch gesperrt
Einigung mit Rekurrenten
Am 5. März beginnen die Bauarbeiten an der Usterstrasse in Wetzikon. Die wichtige Durchfahrtsstrasse wird bis Oktober gesperrt.
Die Vorarbeiten für die Sanierung der Usterstrasse in Wetzikon haben bereits begonnen. Richtig losgehen die Bauarbeiten aber am 5. März. Ab diesem Tag wird ein Abschnitt der Usterstrasse für den rollenden Verkehr komplett gesperrt – wie ursprünglich vorgesehen war. Dies teilt die Stadt Wetzikon mit.
Damit endet ein Hüst und Hott, das sich in den letzten Wochen zwischen Stadtrat und Anwohnenden in Robenhausen entwickelt hatte. Sechs Einwohnerinnen und Einwohner aus dem betroffenen Stadtteil hatten Mitte Februar kurz vor Baubeginn Rekurs beim Statthalteramt Hinwil gegen die Verkehrsanordnung eingelegt. Sie waren der Meinung, ihr Quartier werde während der Strassensperrung nicht genügend vor Schleichverkehr geschützt.
Der Statthalter erklärte die Verkehrsanordnung für nichtig. Die geplante Umleitung betreffe mit der Weststrasse eine Kantonsstrasse und mit der Zürcherstrasse eine Nationalstrasse. Diese fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich von Wetzikon.
Nun wird trotzdem gebaut – und gesperrt. Man habe mit den Rekurrenten eine Einigung erzielt, heisst es aus dem Wetziker Stadthaus. Der Abschnitt zwischen Juheestrasse und der Zufahrt zur Rudolf-Steiner-Schule wird während der ganzen Bauzeit, also voraussichtlich bis Ende Oktober, für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt.
Linksabbiegen in die Schulhausstrasse nicht mehr möglich
Was sich ändert, ist eine Abzweigung: Von der Seegräbnerstrasse dürfen Auto- und Motorradfahrer nicht mehr links in die Schulhausstrasse abbiegen. Damit erfüllt der Stadtrat eines der ursprünglich drei Anliegen der Rekurrenten aus Robenhausen.
Diese hatten ursprünglich gefordert, dass auch die Aabachbrücke für den motorisierten Individualverkehr gesperrt und der Rechtsvortritt aus der Seegräbner- in die Usterstrasse aufgehoben wird.
Der zuständige Wetziker Stadtrat Heinrich Vettiger (SVP) ist zufrieden mit den Gesprächen mit den Rekurrenten: «Die jetzige Lösung ist ein Kompromiss zum Wohle der Stadt.» Denn eine Verzögerung des Projekts hätte die Stadt laut Vettiger locker einen sechsstelligen Betrag gekostet: «Wir hätten bereits bestelltes Material einlagern und den beteiligten Firmen Konventionalstrafen zahlen müssen.»
Das Linksabbiegeverbot aus der Seegräbner- in die Schulhausstrasse sei (wie auch die Brückensperrung) zudem als Massnahme der zweiten Priorität bereits vorgesehen gewesen, wenn sich das ursprünglich geplante Verkehrsregime als unzureichend erwiesen hätte.
Buslinie 853 eingestellt
Weiter bleibt während der Bauarbeiten die Buslinie 853 bis etwa im März 2025 eingestellt. Dafür verkehrt die Linie 852 durchgehend im Viertelstundentakt, um die Anzahl Verbindungen vom Stadtzentrum zum Bahnhof unverändert zu halten. Auch für Fussgängerinnen und Fussgänger bleibt die Usterstrasse offen. Die Informationen zu diesem Bauprojekt, die im Februar an alle Haushalte verschickt worden seien, seien grundsätzlich nach wie vor gültig, heisst es seitens der Stadt.
