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Jetzt soll die Parkplatzfrage in Dübendorf vors Volk kommen

Ein Park oder 23 Parkplätze? Die Unterschriften gegen den Parkplatzabbau hatten die Bürgerlichen schnell zusammen.

Übergabe der Unterschriften für den Erhalt der Parkfelder auf dem Adlerplatz in Dübendorf: Orlando Wyss, Claudia Günthart, Lukas Schanz, Stadtpräsident André Ingold, Patrick Walder, Roger Gallati und Paul Steiner (von links).

Foto: David Marti

Jetzt soll die Parkplatzfrage in Dübendorf vors Volk kommen

Unterschriften gegen Parkpläne

Ein Komitee will mit einer Initiative verhindern, dass Parkplätze im Dübendorfer Zentrum abgebaut werden. Die Unterschriften sind am Freitag dem Stadtrat überreicht worden.

Dass die 23 Parkfelder auf dem Adlerplatz in Dübendorf dereinst Geschichte sein könnten, behagt Vertretern aus SVP, FDP, Mitte, EVP, Aufrecht und Gewerbe gar nicht. Deswegen hat die Gruppe die Volksinitiative «Parkplätze auf dem Adlerplatz müssen erhalten bleiben» lanciert.

Am Freitagnachmittag versammelte sich ein Teil dieses Initiativkomitees themengerecht auf den Parkfeldern des Adlerplatzes, um die Unterschriften an Stadtpräsident André Ingold (SVP) zu überreichen.

Rund 700 Unterschriften sind es laut SVP-Gemeinderat Lukas Schanz. 300 sind mindestens nötig, damit in Dübendorf eine Volksinitiative zustande kommt.

Allein innert einer Woche seien 500 Unterschriften zusammengekommen, sagte Schanz. «Das zeigt, wie gross das Bedürfnis nach Parkplätzen ist. Sowohl das Gewerbe und die Kundschaft als auch die Handwerker sind darauf angewiesen.»

Oase hats schwierig

Anderer Meinung sind der Stadtrat und eine Mehrheit des Gemeinderats. In der Sitzung vom vergangenen Dezember blieben Gelder in Höhe von 150'000 Franken für erste Abklärungen zu einem neuen Park im Budget drin. Für eine Streichung dieses Betrags hatte sich eine Opposition, angeführt von der SVP, vergeblich starkgemacht.   

Die Idee eines grünen Adlerplatzes ist allerdings zuvor schon mehrmals gescheitert. Vor einigen Jahren musste der Stadtrat dieses Vorhaben sistieren, weil ihm der Gemeinderat 2015 das Geld aus dem Budget strich. Vor zwei Jahren hat sich dann das Parlament gegen die Überweisung des Postulats «Park im Zentrum» von Thomas Maier (GEU/GLP) an den Stadtrat entschieden. Auch wegen des Stadtrats, der noch etwas zuwarten wollte.

Stadtpräsident Ingold sagte, dass nun erst mal die Gültigkeit der Unterschriften geprüft werde. «Wenn diese erwiesen ist, überlegt sich der Stadtrat, ob er einen Gegenvorschlag ausarbeitet oder nicht.» 

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