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Der zweite Schritt zum altersdurchmischten Wohnen

Direkt am Waldrand und mit relativer Nähe zum Bahnhof - jetzt soll das Volk entscheiden, ob es diese Idee begrüsst.

Beim Waldrand soll die altersdurchmischte Siedlung im Seegräbner Quartier Grossweid realisiert werden.

Foto: Christian Brändli

Der zweite Schritt zum altersdurchmischten Wohnen

Gestaltungsplan in Seegräben

Zwei Mehrfamilienhäuser am Waldrand – Seegräbens Senioren sollen schön wohnen können. Ob das klappt, hat nun die Gemeindeversammlung in der Hand.

Die Gemeindeversammlung zum Budget im Dezember und im Juni die Rechnung: Dieser in Seegräben übliche Ablauf wird dieses Jahr wie schon zwei Jahre zuvor wegen des Projekts «Generationenwohnen» wieder durchbrochen. Am 5. März sind die Einwohner zu einer ausserordentlichen Zusammenkunft eingeladen, an der über ein einziges Geschäft abgestimmt wird.   

Platz für zwei Mehrfamilienhäuser

Der Gemeinderat will mit dem Vorhaben für altersdurchmischtes Wohnen vorwärtsmachen. Seit über zehn Jahren schon wird im kleinen Dorf darüber beratschlagt, wie Wohnraum für Ältere geschaffen werden kann. Anfang März 2022 hiess die Gemeindeversammlung den Verkauf einer 4200 Quadratmeter grossen Parzelle in der Grossweid an die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Zürich (WSGZ) gut.

Ein Plan mit vielen eingezeichneten Häusern und einem Wald.
Auf der hellgrünen Fläche in der Bildmitte sind die beiden Gebiete eingezeichnet, auf denen die zwei Mehrfamilienhäuser zu liegen kommen sollen.

Mit diesem Entscheid der Gemeindeversammlung ist der Verkauf aber noch nicht über die Bühne. Dafür, dass der Landverkauf für 6,3 Millionen Franken zustande kommt, sind nämlich ein genehmigter Gestaltungsplan und die Baubewilligung nötig. Und über diesen Gestaltungsplan Grossweid wird nun entschieden.

Eine grosse Wiese und im Hintergrund einige Einfamilienhäuser.
Zwischen dem Kindergarten Grossweid (links) und dem Waldrand soll die altersdurchmischte Siedlung zu liegen kommen.

Die WSGZ will auf der Parzelle am Waldrand und neben dem Kindergarten zwei Mehrfamilienhäuser für altersdurchmischtes Wohnen erstellen. Geplant sind 23 2½- bis 4½-Zimmer-Wohnungen. Hinzu kommt ein Gemeinschaftsraum, der als Begegnungsort für die Bewohner der Überbauung, aber auch für diejenigen des Quartiers dienen soll.

Nahe beim Bahnhof, aber …

Als Grundlage für den Gestaltungsplan führte die WSGZ einen Projektwettbewerb durch. In diesem schwang das Projekt «Cynara» obenaus. Die beiden Häuser verfügen über je zwei Vollgeschosse plus Attikawohnungen. Ihre Fassaden sind gestaffelt. Zwischen den beiden Bauten soll ein grosszügiger gemeinschaftlicher Innenhof zu liegen kommen. Dieser öffnet sich nach Süden und führt zur öffentlichen Spielwiese über.

Während der öffentlichen Auflage des Gestaltungsplans gingen nur wenige Stellungnahmen und Einwendungen ein. Die Regionalplanung Zürcher Oberland begrüsste die Überbauung «mit leicht erhöhter Dichte», die dazu noch in «relativer Bahnhofnähe» zu liegen kommen soll. Tatsächlich wäre sie heute vom Bahnhof Aathal unten über einen kurzen, aber steilen Fussweg erreichbar. Kommt die geplante Fussgängerbrücke samt Lift, wäre sie bequem erreichbar auch für Leute, die nicht mehr so gut zu Fuss sind.

Besucherparkplätze bleiben an der frischen Luft

Ein Thema war die Zahl und die Anordnung der Parkplätze. Ursprünglich hätten alle Abstellplätze unter den Boden sollen. Davon wird nun etwas abgewichen. So dürfen maximal sechs Parkplätze für Besucher ebenerdig erstellt werden. Dazu gehört auch ein rollstuhlgerechter Abstellplatz. 

Auch wenn vor zwei Jahren vorwiegend von direkten Anwohnern Kritik geäussert wurde, machten die Seegräbner mit dem deutlichen Ja zum Grundstücksverkauf den ersten Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Generationenwohnprojekts. In der Logik müssten sie jetzt eigentlich den zweiten nehmen und den Gestaltungsplan befürworten.

Folgt auch dieses zweite Ja, soll das Bauprojekt bis gegen Ende 2024 ausgearbeitet werden. 2025 stünden dann die Ausschreibung und der Start des Baus an.

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