Vor dem Parlament noch eine letzte turbulente Gemeindeversammlung
50 Jahre ist es her
Die letzte Dübendorfer Gemeindeversammlung hatte es in sich. Und auch im neuen Parlament gab es schon früh Uneinigkeiten zu überwinden, etwa bei der Suche nach einer gemeinsamen Sprache.
Die letzte Gemeindeversammlung am 25. Februar 1974 war nicht nur eine Feier zur Verabschiedung eines direktdemokratischen Systems in Dübendorf. An der Versammlung wurde auch eine üppige Traktandenliste mit acht Geschäften und zwei Anfragen behandelt.
Darunter war der Kauf einer Liegenschaft in Höhe von 423'000 Franken am Tüfweg 1 in Gockhausen, ein Kredit für ein Löschfahrzeug der Feuerwehr für 190'000 Franken, ein Landkauf im Raubbüel in Höhe von 187'000 Franken und die Erstellung von zwei Gehwegen.
Die Geschäfte wurden aber keineswegs einfach durchgewinkt. Die Stimmberechtigten stellten drei Rückweisungsanträge. Diese wurden zwar allesamt abgelehnt, doch der Gemeinderat, die damalige Exekutive, musste dennoch eine Niederlage einstecken: Den Kauf des Wohnhauses in Gockhausen verwehrte ihm die Versammlung.
