Gestaltungsplan Pestalozzistrasse kommt vors Parlament
Wetzikon will verdichten
Die Stadt plant seit Jahren, jetzt muss das Parlament über den Gestaltungsplan für das Quartier an der Pestalozzistrasse entscheiden. Das Projekt soll 2026 starten – dies hofft der zuständige Stadtrat.
Insgesamt elf Grundstücke zählt das Gebiet an der Pestalozzistrasse, welches sich nahe dem Bahnhof Wetzikon erstreckt. Eine attraktive Lage mit grossem Potenzial – weshalb die Ressourcen von der Stadt genutzt werden wollen. Nach jahrelanger Planung kommt der Gestaltungsplan zum Quartier an der Pestalozzistrasse in Wetzikon vor das Parlament – ein wichtiger Schritt im Projektverlauf.
Das rund 10’000 Quadratmeter grosse Areal weist aktuell vor allem kleinteilig parzellierte und unterschiedlich überbaute Gebäude und Bereiche auf, weshalb das Gebiet verdichtet und aufgewertet werden soll.
So schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung: «Dank dem Gestaltungsplan kann ein vielseitig nutzbares, belebtes Quartier mit hohen städtebaulichen, architektonischen und freiräumlichen Qualitäten im sich entwickelnden Stadtteil um den Bahnhof entstehen.»
Dabei wurde der Quartierplan Pestalozzistrasse parallel zum öffentlichen Gestaltungsplan erarbeitet und abgestimmt. Ausserdem ist die Planung auch mit den vier betroffenen Grundeigentümern abgestimmt worden, wie Stefan Lenz (FDP), Stadtrat Hochbau und Planung, erklärt.
Nah, grün und attraktiv
Während der Planung des Projekts wurden diverse Aspekte berücksichtigt: So soll beispielsweise die Sichtachse von der Rapperswilerstrasse zum Schulhaus Bühl gestalterisch offen bleiben. Auf dem gesamten Areal sind teilweise grosse Baumpflanzungen und eine naturnahe Begrünung vorgesehen.
Es sollen Wegverbindungen und Fahrradwege durchs Quartier bis hin zum Gebiet Mattacker entstehen. Da das Projekt einige Jahre in Anspruch nehmen wird, würde auch die Wohnqualität während der baulichen Zwischenstände beachtet.
Baustart 2026 nach wie vor geplant
Bereits seit 2008 sind die Aufwertung und die Verdichtung des Gebiets ein Thema in Wetzikon. Im März 2023 lag dann der zweite Gestaltungsplan vor. Jetzt kommen der Antrag und die Weisung zur Festsetzung und Beschlussfassung des Plans an das Parlament. «Wir hoffen, dass 2026 mit der Bebauung gestartet werden kann», erklärte Stadtrat Lenz im März 2023.
Auch heute ist er noch zuversichtlich: «Wir sind der Meinung, ein gutes Projekt abgeliefert zu haben, und hoffen nach wie vor auf einen Start 2026.» Ein wichtiges Element sei nun vor allem die Parlamentsbehandlung. Wird der Gestaltungsplan nicht angenommen, würde dies das Voranschreiten des Projekts weiter verzögern.
