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Gesamtplanung Eschenbüel soll abgebrochen werden

Nach knapp 20 Jahren Planung wird diese nun eingeäschert: Das Projekt um das Gebiet Eschenbüel soll nicht weiter verfolgt werden. Damit bliebe das Kulturland erhalten.

Doch kein neues Wohngebiet: Das Projekt um das Gebiet Eschenbüel soll nun eingestellt werden. (Archiv)

Foto: ZO

Gesamtplanung Eschenbüel soll abgebrochen werden

Antrag des Stadtrats Uster

Seit 2005 ist die Entwicklung des Gebiets Eschenbüel zur Erschliessung von neuem Wohn- und Lebensraum in Auftrag. Nun soll das Projekt eingestampft werden.

Nach knapp 20 Jahren Planung ist Schluss: Der Stadtrat beschliesst, beim Gemeinderat den Abbruch der Gesamtplanung Eschenbüel zu beantragen. Der Entscheidung zugrunde läge vor allem eine Veränderung des Verständnisses der Stadtplanung, dem auch das Ustermer Stadtentwicklungskonzept folgt, wie die Stadt mitteilt. Demnach sollten Städte vermehrt nach innen, statt nach aussen wachsen.

Durch die rege Weiterentwicklung und das Bevölkerungswachstum der Stadt Uster braucht es immer mehr Wohn-, Arbeits- und Lebensraum. Deshalb sollte die knapp werdende Bauzonenkapazität durch die Aktivierung von Reservezonen erhöht werden. Auch das Gebiet Eschenbüel in Uster West ist eine solche Reservezone – 2005 wurde der Stadtrat deshalb vom Gemeinderat mit der Planung der Entwicklung des Gebiets beauftragt.

Ziel war die Erweiterung der Stadt, unter anderem in Abstimmung mit der Umfahrungsstrasse Uster West – diese wurde jedoch nicht mehr weiterverfolgt. Doch nicht nur das Scheitern von Uster West führte letztlich zur Idee, auch das Projekt «Eschenbüel» einzustampfen.

Stolpersteine führen zum Fall

«Das ehemalige Vorzeigeprojekt ist nach all den Jahren durch ein neues Planungsverständnis von Politik und Bevölkerung überholt worden», wird der zuständige Stadtrat und Bauvorstand Stefan Feldmann (SP) in der städtischen Medienmitteilung zitiert. Das seit Jahrzehnten geplante Projekt Eschenbüel entspreche demnach nicht mehr der heutigen Stadtplanung. Diese lege mehr Wert auf Innenverdichtung, Klimaadaption, Mehrwertausgleich – was sich auch im Stadtentwicklungskonzept von 2019 zeige.

Ausserdem gab es seit 2005 mehrere politische Entscheide, welche die Entwicklung des Projekts weiter erschwerten oder vor neue Herausforderungen stellten. Die Annahme der nationalen Kulturlandinitiative 2012 ist nur einer davon. Weitere Hürden und Bürokratien, Überschreitungen und Wartezeiten verzögerten das Voranschreiten des Gebiets Eschenbüel weiter. Und nun soll es zu Ende sein, das Projekt, welches auf einer Fläche von rund 21 Fussballfeldern hätte entstehen sollen.

Folgt der Gemeinderat voraussichtlich in seiner Sitzung vom 25. März dem Antrag zum Abbruch des Verfahrens, so werden die Planungsarbeiten eingestellt, und ein Antrag zur Ausleitung des Quartierplanverfahrens bei der Baudirektion des Kantons wird vorbereitet.


Was bedeutet der Entscheid des Stadtrats? Lesen Sie in den kommenden Tagen auf zueriost.ch einen ausführlichen Bericht zum Projekt Eschenbüel.

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