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Nach Moosackerstrasse ist vor Lärmschutz

Die unendliche Geschichte um den Lärmschutz im Ustermer Zentrum geht weiter. Nun fordern die Grünen Massnahmen.

Das Postulat fordert die Prüfung von Lärmschutzmassnahmen – unter anderem auf der Zentralstrasse. (Archiv)

Foto: Züriost

Nach Moosackerstrasse ist vor Lärmschutz

Postulat eingereicht

Die «Kulturland-Initiative gegen die Moosackerstrasse» scheiterte – der Gegenvorschlag ebenfalls. Doch das Thema um das Ustermer Zentrum ist noch längst nicht vom Tisch.

Am 19. November entschied sich die Ustermer Stimmbevölkerung gegen die «Kulturland-Initiative gegen die Moosackerstrasse» und den entsprechenden Gegenvorschlag des Stadtrats. In Letzterem knüpfte der Stadtrat den Bau der Moosackerstrasse an die Abklassierung der Kantonsstrassen im Ustermer Zentrum und die damit einhergehende Verkehrsberuhigung. Das doppelte Nein ist ein Ja für die Moosackerstrasse – aber was ist mit dem Ustermer Zentrum?

Nun ist bei der Stadt das Postulat «Endlich Lärmschutzmassnahmen umsetzen» eingegangen, in dem die Antragstellerinnen Natalie Lengacher (Grüne), Debora Zahn (Grüne), Ursula Räuftlin (Grünliberale) und Karin Niedermann (SP) den Stadtrat auffordern, entsprechende Lärmschutzmassnahmen im Zentrum zu prüfen.

Lärmschutz ist notwendig – mit oder ohne Moosackerstrasse

Die stark befahrenen Strassen liessen sich nämlich auch ohne Moosackerstrasse, die von den linken Parteien unerwünscht ist, beruhigen. Beispielsweise mittels eines lärmdämmenden Belags oder mit der Einführung einer Tempo-30-Zone.

Kurz vor der Abstimmung reichten die Grünen eine Interpellation ein, in der sie die Verknüpfung der Moosackerstrasse an die Abklassierung der Strassen im Ustermer Zentrum infrage stellten. Denn mit einer Abklassierung gingen die Kantonsstrassen in den Besitz der Stadt, und die Kosten für etwaige Aufwertungen würden damit auf Uster liegen bleiben.

In der Interpellation erwähnten sie das Lärmschutzkonzept, welches bereits 2018 hätte umgesetzt werden müssen. Dementsprechend wäre eine Verkehrsberuhigung bereits vor fünf Jahren fällig gewesen. Die Interpellation erhielt an der Parlamentssitzung vom 13. November keine vorläufige Unterstützung, die «Kulturland-Initiative gegen die Moosackerstrasse» scheiterte wenige Tage später.

Postulat fordert Gespräch

Mit dem jetzt eingereichten Postulat wollen die entsprechenden Personen den Stein wieder ins Rollen bringen: Die Diskussion um die Verkehrsberuhigung und Lärmminderung im Ustermer Zentrum ist aus ihrer Sicht noch lange nicht vorbei.

Mit dem Postulat ersuchen die Antragstellerinnen den Stadtrat, mit dem Kanton das Gespräch zu suchen, um entsprechende Massnahmen auf den Strassen im Zentrum umzusetzen – damit Uster möglichst bald lärmberuhigt wird.

Nach der Abstimmung am 19. November äusserte sich Stadtrat Stefan Feldmann (SP) bereits zum Thema: «Wir sind mit dem Kanton im Gespräch.» Es werde angeschaut, welche Massnahmen möglich seien, um den Lärm auf den kantonalen Strassen im Zentrum zu minimieren. Auch Tempo 30 sei durchaus ein Thema.

Das Postulat wird voraussichtlich am 25. März 2024 im Gemeinderat behandelt.

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