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Hittnau soll sich finanziell an Pfäffiker Kunstrasenplatz beteiligen

An der Gemeindeversammlung in Pfäffikon wurde die mögliche Beteiligung von Hittnau diskutiert. Wer finanziert den Neubau des Kunstrasenplatzes mit?

Wer beteiligt sich am neuen Kunstrasenplatz der Sportanlage Barzloo?

Foto: Christian Merz

Hittnau soll sich finanziell an Pfäffiker Kunstrasenplatz beteiligen

Wer zahlt wofür?

An der Gemeindeversammlung in Pfäffikon kam plötzlich eine andere Gemeinde ins Spiel – Hittnau. Die Gemeinde soll sich an den Kosten für den Neubau des Kunstrasenplatzes beteiligen. Die Forderung ist aber noch vage.

Wer soll hier eigentlich die Kosten tragen? An der Gemeindeversammlung in Pfäffikon wurde am Montagabend viel über Geld diskutiert – grössere Investitionen könnten die Gemeinde schwächen.

Ein Geschäftspunkt bezog sich auf den Neubau des Kunstrasenplatzes in der Sportanlage Barzloo. Dabei wurde von den Parteien eines ganz klar gefordert: Hittnau soll sich an den Baukosten beteiligen.

Der Projektierungskredit von 50’000 Franken für den Kunstrasenplatz wurde genehmigt. Dass der FC Pfäffikon gute Arbeit leiste und der Verein von der Gemeinde geschätzt werde, stehe ausser Frage. Er sei ein wichtiges Instrument für Jugendförderung und Integration, hiess es von mehreren Stimmen und mehreren anwesenden Parteien. Allerdings warf die Finanzierung Bedenken auf.

Die 10 Prozent beim FC Pfäffikon

«Die Gemeinde Hittnau soll sich mehr für ihre Fussballerinnen und Fussballer engagieren», meinte Daniel Sigrist, Präsident der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK), denn 10 Prozent der Mitglieder des FC Pfäffikon stammten aus Hittnau.

Eine «substanzielle Beteiligung» der Gemeinde Hittnau an den Baukosten des Platzes befürworteten auch die SVP, die EVP und die FDP, die an der Versammlung einen Rückweisungsantrag präsentierte. Fast die Hälfte der Stimmberechtigten in Pfäffikon stimmte einem alternativen Konzept der Finanzierung zu, denn die Rückweisung wurde nur knapp abgelehnt, mit 114 zu 110 Stimmen.

«Ist es fair, dass die Steuerzahler das Training von Mitgliedern der Aussengemeinden mitfinanzieren?», äusserte sich Ursula Longatti, Präsidentin der EVP Pfäffikon, dazu. Im Gegensatz zur RGPK und zur FDP stimmten die EVP, die SVP und die SP für den Projektierungskredit.

Hittnau ist offen für einen Diskurs

Voraussichtlich soll der Bau des Kunstrasenplatzes im Frühling 2025 starten – solange das Projekt und der Baukredit an der Urne im September 2024 angenommen werden. Damit sich Hittnau aber beteiligen könnte, müsste erst ein konkreter Antrag unterbreitet werden.

Carlo Hächler (FDP), Gemeindepräsident von Hittnau, war an der Gemeindeversammlung in Pfäffikon anwesend und wurde gleich mit der Forderung konfrontiert. «Ein offizielles Schreiben haben wir noch nicht erhalten. Darum hat der Hittnauer Gemeinderat noch keine Meinung dazu», meint Hächler.

Nach einem konkreten Antrag würde dies sicherlich im Gemeinderat diskutiert werden, und sollte der Kredit in die Kompetenz der Gemeinde Hittnau fallen, so würde er ins Budget kommen, was wiederum an einer Gemeindeversammlung in Hittnau beantragt werden würde.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Pfäffikon finanzielle Beteiligung in Hittnau sucht. Bereits beim Garderobenhäuschen in der Sportanlage Barzloo wurde um eine Hittnauer Mitfinanzierung gebeten. Die Gemeinde lehnte diese jedoch ab. «Es gab viele Gründe dafür, es gab auch viele Gründe dagegen», erklärt Hächler. Wie beim Garderobenhäuschen müsse man auch beim Kunstrasenplatz abwägen, wo man gemeindeüberschreitend eingreife. Die Wichtigkeit des FC Pfäffikon stehe auch hier ausser Frage.

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