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So starteten die neuen Oberländer Nationalräte in Bern

Grosse Ehre und grosse Unterstützung - Yvonne Bürgin und Erich Vontobel erlebten am Montag ihren ersten Sessionstag.

Erich Vontobel von der EDU und Mitte-Politikerin Yvonne Bürgin.

Foto: Noah Salvetti

So starteten die neuen Oberländer Nationalräte in Bern

Drei Fragen an …

Am Montag nahmen Yvonne Bürgin (Die Mitte) und Erich Vontobel (EDU) an ihrer ersten Session teil. Dabei beeindruckte nicht nur die Zeremonie zur Vereidigung.

Im Bundeshaus traf sich an diesem Montag zum ersten Mal der Nationalrat in seiner neuen Zusammensetzung. Für eine Parlamentarierin und drei Parlamentarier aus dem Oberland war der Sessionsauftakt nichts Neues.

Die beiden SVP-Politiker Bruno Walliser und Benjamin Fischer (beide Volketswil), der Grünliberale Martin Bäumle (Dübendorf) und die Grüne Marionna Schlatter (Hinwil) wurden im Oktober wiedergewählt. Sie kennen den Polit-Betrieb in Bern schon gut.

Zum ersten Mal dabei waren jedoch Yvonne Bürgin (Die Mitte) aus Rüti und der Wolfhauser Erich Vontobel (EDU). Sie wurden bei den nationalen Wahlen am 22. Oktober neu in den Nationalrat gewählt. Die beiden bisherigen Kantonsräte zeigen sich nach ihrem ersten Tag in Bern beeindruckt. Sie sprechen einerseits von einer grossen Ehre, andererseits aber auch von einer grossen Verantwortung.

Yvonne Bürgin, Die Mitte, Rüti

Eine Frau in einem roten Blazer steht auf einem Platz.
Yvonne Bürgin (Die Mitte) ist Gemeindepräsidentin von Rüti und neu auch Nationalrätin in Bern. (Archiv)

Wie haben Sie sich auf den heutigen Tag vorbereitet?

Yvonne Bürgin: Der Zugriff auf alle Informationen ist das Wichtigste. Mein Login ins «Parlnet» funktioniert, und meine parlamentarische E-Mail-Adresse ist aktiv. So konnte ich mich in die bevorstehenden Geschäfte meiner ersten Session einlesen. Über die Parlamentsdienste und das Fraktionssekretariat wird man sehr gut informiert.

Wie haben Sie Ihren ersten Tag im Nationalrat erlebt?

Nachdem ich am Sonntag noch sehr aufgeregt war, hat sich das nach meiner Ankunft im Bundeshaus gelegt. Es blieb gar keine Zeit mehr für Nervosität, weil man nur noch versucht, sich zurechtzufinden. Es ging im Bundeshaus zu und her wie in einem Bienenhaus.

Was war heute Ihr speziellstes Erlebnis?

Der schönste Moment war natürlich das Ablegen des Eides. Es stehen alle auf, und dann wird zusammen der Eid oder das Gelübde abgelegt. Man kann das auswählen. Anschliessend wurde zusammen mit einem Chor die Landeshymne in den vier Landessprachen gesungen. Die Vereidigung hat mich mit grosser Ehre erfüllt.

Erich Vontobel, EDU, Bubikon

Zwei Männer und eine Frau sitzen im Parlament.
Erich Vontobel (EDU) tauscht sich mit Islam Alijaj (SP, links) und Jessica Jaccoud (SP, rechts) aus.

Wie haben Sie sich auf den heutigen Tag vorbereitet?

Erich Vontobel: Seit meiner Wahl bin ich Tsunami-artig von E-Mails und Post eingedeckt worden und mir zeitweise wie eine Marionette vorgekommen. Viele versuchen, an meinen Fäden zu ziehen und mich in die von ihnen bevorzugte Richtung zu lenken. Da galt es, das für mich Richtige und Wichtige vom anderen zu unterscheiden.

Wie haben Sie Ihren ersten Tag im Nationalrat erlebt?

Es war alles sehr beeindruckend, weil Bundesbern für mich neu ist und man hier offensichtlich in einer anderen Liga spielt als in Zürich. Es ist mir aufgrund von diversen guten Reden aufs Neue bewusst geworden, dass ich nicht für mich hier bin, sondern als Vertreter für das Volk. Das möchte ich beherzigen.

Was war heute Ihr speziellstes Erlebnis?

Ich habe erstaunlich viele E-Mails und Whatsapp-Nachrichten von Freunden und Bekannten erhalten, die offenbar mitbekommen haben, dass ich heute mit der Vereidigung in Bern als Nationalrat so richtig starte. Sie haben mich für mein Amt ermutigt und signalisiert, dass sie hinter mir stehen. Zum Teil auch im Gebet.

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