Ein «gmögiger» Fundamentalist zieht nach Bern
Neo-Nationalrat aus Bubikon
Der Wolfhauser EDU-Kantonsrat Erich Vontobel, 64, hat mit nur 9330 Stimmen den Einzug in den Nationalrat geschafft. Was bedeutet das? Eine Einordnung.
Wer die Türschwelle von Erich Vontobels Haus am Rande von Wolfhausen überschreitet, der wird mit einem Psalm begrüsst. «Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat», steht auf dem Querbalken im Eingangsbereich geschrieben.
Darunter steht der neu gewählte EDU-Nationalrat und lächelt freundlich. Er und seine Frau, so erzählt er, haben ihn anbringen lassen, als sie in den 1990er Jahren ihr Heim auf dem Land ihrer Eltern bauten. «Damit wir immer wissen, wem wir dafür zu danken haben.»
Gott, Christus, die Bibel: Das sind für den Vater dreier erwachsener Kinder nicht nur Begriffe und Konzepte. Vontobel nimmt es genau. Auch deshalb ist er 1987 der Freien Evangelischen Gemeinde Rüti beigetreten. «Weil es mich gestört hat, dass in der Reformierten Kirche immer von Bildern und Symbolen gesprochen wurde.»

