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Trotz Ja: Was passiert nun mit dem alten Pfarrhaus?

Die reformierten Bubikerinnen und Bubiker wollen einen Teil des Grundstücks mit dem alten Pfarrhaus verkaufen. Doch damit ist noch längst nicht alles klar.

Das reformierte Pfarrhaus am Berglihöhweg stammt aus dem Jahr 1947. (Archiv)

Foto: ZO

Trotz Ja: Was passiert nun mit dem alten Pfarrhaus?

Reformiert Bubikon bewilligt Landverkauf

Die Stimmberechtigen der Reformierten Kirchgemeinde sagten mit 573 zu 282 Stimmen Ja zum Verkauf einer Teilparzelle am Berglihöhweg. Die Zukunft des alten Pfarrhauses ist aber ungewiss.

Es ist kompliziert: Zum wiederholten Mal wurde in Bubikon über das alte Pfarrhaus am Berglihöhweg abgestimmt, innert Jahresfrist bereits zum zweiten Mal an der Urne. Ging es beim letzten Mal um den Planungs- und Baukredit für ein neues Pfarrhaus, stand dieses Mal der Verkauf eines Teils des 2300 Quadratmeter grossen Grundstücks.

Der Kredit wurde vor einem Jahr genehmigt, der Verkauf des Grundstücks nun ebenfalls – mit 573 zu 282 Stimmen, bei einer Stimmbeteiligung von 38,3 Prozent.

Eine unendliche Geschichte

Das ist aber möglicherweise noch nicht das Ende der Geschichte, die sich bereits einige Jahre hinzieht. Die Reformierte Kirchenpflege möchte schon lange einen Teil des Grundstücks verkaufen. Ein Käufer wäre gefunden, die FIT Planungs AG in Zollikon, die den grösseren Teil des Areals für knapp 3 Millionen Franken kaufen und darauf Wohnungen errichten möchte. Die Kirchenpflege wiederum möchte das alte Pfarrhaus auf dem verbleibenden Grundstück abreissen und ein neues erstellen. Mit dem Geld aus dem Grundstücksverkauf sollen das neue Pfarrhaus finanziert und Darlehen zurückbezahlt werden, die aus dem Kauf und dem Umbau des Kirchgemeindehauses stammen.

Pfarrhaus soll erhalten werden

Gegen das Projekt waren immer wieder Stimmen laut geworden, die das aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts stammende Pfarrhaus erhalten und renovieren wollten. So war es auch zu einem Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege gekommen. Diese hatte verfügt, dass über den Verkauf des Grundstücks an der Urne entschieden werden soll.

Und da kommt die Denkmalpflege ins Spiel

Eigentlich wäre nun also alles klar. Die Kirchgemeinde hat den Verkauf des Grundstücks beschlossen und den Kredit für das neue Pfarrhaus bewilligt. Kompliziert wird es aber deswegen, weil mittlerweile bekannt wurde, dass die Denkmalpflege ein Auge auf das alte Pfarrhaus geworfen hat. Entschieden ist zwar noch nichts. Wie die Denkmalpflege aber auf Anfrage bestätigt, wird gegenwärtig das bestehende Inventar der schützenswerten Bauten überprüft – und das alte Pfarrhaus in Bubikon ist eines dieser Objekte, die man genauer anschauen will.

Wenn das Pfarrhaus dann tatsächlich ins Inventar aufgenommen würde, müsste zuerst die Schutzwürdigkeit im Detail abgeklärt werden, bevor ein Abriss möglich wäre. Trotz dem Ja des Stimmvolks ist also eine Fortsetzung der Geschichte programmiert.

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