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Der Luppmenpark in Hittnau wird teurer als geplant

Die Kredite sind überschritten worden. Doch jetzt kann ein Baugesuch eingereicht werden. Es geht also vorwärts mit den Alterswohnungen.

Nach einer langen Vorbereitungsphase kann ein Baugesuch für das Luppmenpark-Projekt eingereicht werden.

Foto: Fabio Meier

Der Luppmenpark in Hittnau wird teurer als geplant

Kredite überschritten

Der Bau der 40 Alterswohnungen in Hittnau kommt ins Rollen. Die Kredite wurden überschritten. Aber jetzt kann ein Baugesuch eingereicht werden.

Die Geschichte der Alterswohnungen auf dem Luppmenpark in Hittnau hat stolze zehn Jahre hinter sich. 2013 wurde die Genossenschaft Alterswohnen Luppmenpark (GAL) gegründet, die eine Alternative zu dem Kleinaltersheim mit sieben Plätzen bauen wollte, das im gleichen Jahr auf dem Areal geschlossen wurde.

Jetzt konnte die Gemeinde den langjährigen Planungsprozess abschliessen, der die Stimmberechtigten über all diese Zeit an Gemeindeversammlungen beschäftigt hatte. Die Gemeinde legt drei Abrechnungen vor. Und es wird deutlich: Das Luppmenpark-Projekt verursacht mehr Kosten als ursprünglich geplant.

22 Prozent teurer

An Gemeindeversammlungen 2017, 2019 und 2021 wurde über drei Kredite für Gestaltungsplan, Projektwettbewerb und Baurechtsvertrag abgestimmt. Insgesamt wurde für alle drei Vorhaben ein Gesamtbetrag von 528'000 Franken gesprochen.

Die Gemeinde Hittnau teilt nun mit, dass die Kredite überschritten wurden – insgesamt um 22 Prozent, also 647'635 statt 528’000 Franken. Der Gestaltungsplan ist 33 Prozent teurer ausgefallen, 239’925 statt 180’000 Franken. Der Projektwettbewerb mit dem Siegerprojekt «Boule» kostete effektiv 353'628 statt 326'000 Franken.

Abklärungen generieren Mehraufwand

Die grösste Überschreitung gab es beim Kredit des Baurechtsvertrags. Bewilligt wurden 22’000 Franken, gebraucht wurden 54’083 Franken. Das ist ein Anstieg von 146 Prozent. Die massive Erhöhung sei «eine logische Schlussfolgerung» des langen Variantenstudiums, ob das Land verkauft oder zu welchen Konditionen es im Baurecht abgegeben werden solle, erklärt Hittnaus Gemeindeschreiber Beat Meier. Dies führte zu einem deutlich höheren Aufwand durch beigezogene Fachleute und zu zahlreichen Verhandlungsgesprächen mit der Genossenschaft.

Die lange Planungsphase und der hohe Koordinationsaufwand mit zahlreichen involvierten Stellen, wie beispielsweise der Denkmalpflege, seien auch die Gründe für die Kreditüberschreitungen bei Gestaltungsplan und Projektwettbewerb.

Jetzt geht es vorwärts

An der nächsten Gemeindeversammlung vom 27. November wird über die drei Kreditabrechnungen abgestimmt.

Fest steht, dass jetzt die GAL endlich ein Baugesuch für das Luppmenpark-Projekt einreichen kann, was auf Frühjahr 2024 geplant ist. Der Bau der 40 Alterswohnungen liegt dann in den Händen der Genossenschaft und nicht mehr in denjenigen der Gemeinde.

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