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Kanton und Gemeinden reden über das Klima – wieder im Oberland

Um bis 2040 treibhausneutral zu sein, brauche es Zusammenarbeit. Der vierte Klimadialog zwischen Kanton und Gemeinden fand in der Region statt.

Vielleicht nicht «One World» – dafür aber ein Kanton. Gemeinsam diskutierten 130 Vertreter von Zürcher Gemeinden über das Ziel «netto null».

Foto: Unsplash

Kanton und Gemeinden reden über das Klima – wieder im Oberland

Vierter Klimadialog in Uster

Zum vierten Mal fand der Zürcher Klimadialog Kanton – Gemeinde statt. 130 Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden und der kantonalen Verwaltung trafen sich dazu im Stadthofsaal in Uster.

Um bis 2040 treibhausneutral zu werden, bedarf es Veränderungen. Deshalb trafen sich am Donnerstag 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Zürcher Gemeinden und der kantonalen Verwaltung zum vierten Zürcher Klimadialog – schon zum zweiten Mal im Zürcher Oberland – in Uster.

Dabei ging es gemäss einer Mitteilung um Themen wie die Verbreitung klimaschonender Technik, gesetzlicher Vorgaben und persönlichem Verhalten, um «netto null» bis 2040 zu erreichen. Mit dem Modell Klimadialog Kanton – Gemeinden möchte der Kanton die Gemeinden bestmöglich bei den Massnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung unterstützen.

Zusammenarbeit für «netto null»

Seit 2020 findet der Klimadialog einmal jährlich statt, mit einer normalen Veranstaltung im Herbst und dem Dialog vor Ort im Sommer. Letzterer fand 2022 ebenfalls im Zürcher Oberland statt. Jörg Kündig (FDP), Gemeindepräsident von Gossau und Präsident des Verbands der Gemeindepräsidien im Kanton, sagte an jener Veranstaltung, es gehe um das Miteinander von Kanton und Gemeinden.

Auch dieses Jahr stand der Anlass unter dem Stern der Zusammenarbeit; laut Kündig schätzen es die Gemeinden, wenn ihre Bemühungen zugunsten des Klimaschutzes unterstützt werden. Der Klimadialog habe sich als Austauschmöglichkeit dazu bewährt. «Die Veranstaltung unterstützt die Gemeinden dabei, indem sie Beispiele präsentiert und den Wissensaustausch fördert», wird Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) in der Mitteilung zitiert.

«Inseln des Gelingens» als Positivbeispiele

Das diesjährige Thema des Klimadialogs war «die Kunst des gesellschaftlichen Wandels». Barbara Thalmann (SP), Stadtpräsidentin von Uster, begrüsste die Teilnehmenden im Ustermer Stadthofsaal. Anschliessend sprach Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister von Wuppertal und bis 2020 Präsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt, Energie, dem Publikum über gesellschaftlichen Wandel. In einer Kombination aus Wissenschaftsanalyse und Praxisbericht erklärte er, wie die Erkenntnisse der Transformationsforschung auf dem Weg zu «netto null» genutzt werden können.

Bei der anschliessenden Podiumsdiskussion kamen «Inseln des Gelingens», also Positivbeispiele zur Förderung des Ziels «netto null» zur Sprache. So etwa die Nachhaltigkeitsstandards für die Beschaffung von Lebensmitteln für die rund 450 Verpflegungsbetriebe der Stadt Zürich. Meldungen der Teilnehmenden aus den Gemeinden zeigten, dass diese in Sachen Klimaschutz aktiv sind – so gaben sie an, dass sie in den nächsten fünf Jahren besonders im Bereich der nachhaltigen Wärmeversorgung einen merklichen Fortschritt erwarten.

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