Foodtruck statt grossem Gastrobereich in Badi Egg geplant
Gemeinderat beantragt Baukredit
Die Badi Egg soll saniert werden – und das möglichst naturnah. Geplant ist ein neuer Holzbau mit Garderoben, WCs, Duschen und Umkleidekabinen.
Die Badi in Egg erfreut sich im Sommer grosser Beliebtheit. Neben anderen Badis rund um den Greifensee soll auch sie in ihrer naturnahen Erscheinung weiterhin bestehen, weshalb eine Sanierung dringend nötig ist.
Dafür beantragt der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung von Dezember 2023 einen Baukredit über eine Million Franken, um die fast hundert Jahre alten Gebäude mit einem neuen Holzbau zu ersetzen.
Ersatz ist dringend nötig
Die in den 1930er Jahren gebauten Objekte stehen in der Schutzzone Greifensee und damit ausserhalb der Bauzone. Die Holzkonstruktionen sind ohne Dämmung und Innenverkleidung konstruiert und sind seit dem Bau kaum baulich unterhalten worden.
Auch die sanitären Anlagen sowie die technischen Installationen müssen dringend erneuert respektive ersetzt werden.
Wie aus der Meldung der Gemeinde hervorgeht, entsprächen die baufälligen Holzbaracken nicht mehr den heutigen Standards, unter anderem auch, weil nicht hindernisfrei und behindertengerecht gebaut wurde. Ein Ersatzbau sei deshalb dringend nötig.
Das ausgearbeitete Projekt sieht einen vollständigen Rückbau der aktuellen Gebäude vor – diese sollen durch einen ellipsenförmigen Holzbau ausgetauscht werden.
Das einstöckige Objekt in Holzständerausbauweise muss aus Hochwasserschutzgründen höhergestellt werden, weshalb es von einer Terrasse umschlossen wird. Deutlich wird das auch auf einer Visualisierung der Gemeinde.

Im Gebäude werden neue Garderoben, WCs, Duschen und Umkleidekabinen Platz finden. Zudem soll ein behindertengerechtes WC ganzjährig und somit auch in den kälteren Jahreszeiten verfügbar sein.
Naturbelassen und zielführend
Wie die Gemeinde mitteilt, wird es auch in Zukunft keine Öffnungszeiten mit Badeaufsicht geben. Dies, um höhere Investitions- und Folgekosten zu vermeiden.
Ausserdem wird auf einen grossen Gastrobereich mit Eventmöglichkeit verzichtet, denn dieser wäre aufgrund der Lage im Naturschutzgürtel nicht zielführend. Es werde ein Betrieb ohne Eintrittsgebühren vorgeschlagen.
Zur Verpflegung von Badi-Gästen soll in Zukunft ein Foodtruck auf dem Gelände integriert werden. Dafür wird ein passender Unterstand geplant. Der Sandkasten bleibt bestehen, ein Kinderbad wird jedoch aus Unterhaltsgründen nicht gebaut.
Die Gemeinde verspricht sich vom Neubau mehrere Vorteile: Komfort für Besucherinnen und Besucher inklusive einer behindertengerechten Bauweise, die den heutigen Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst werden. Ausserdem soll sich das neue Gebäude besser in die Landschaft integrieren und die Attraktivität der Badi Egg erheblich steigern.
Die definitive Beschlussfassung wird an der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember verabschiedet.
