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Greifensee erhält flächendeckend Tempo 30

Die Planungen dauerten Jahre, die Diskussion an der letzten GV Stunden - und jetzt soll es schnell gehen. Greifensee bremst den Individualverkehr aus.

Idyllisch: In Greifensee wird der motorisierte Verkehr ausgebremst.

Foto: Nicolas Zonvi

Greifensee erhält flächendeckend Tempo 30

Verkehrskonzept bewilligt

Jetzt drückt Greifensee aufs Gas mit der Umsetzung des neuen Verkehrskonzepts. Die Kantonspolizei hat drei Tempo-30-Zonen bewilligt.

«Dauernde Verkehrsanordnung» nennen sich die drei kantonalen Bewilligungen auf Behördendeutsch. Im amtlichen Teil der «Nachrichten aus Greifensee» sind diese in der Zone Ost, Zone Städtli und Zone West ausgeschrieben. Binnen 30 Tagen kann bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich Rekurs gegen die Verfügungen eingereicht werden.

Faktisch wird der motorisierte Verkehr im ganzen Siedlungsgebiet ausgebremst. Einzig auf den regionalen Verbindungsstrassen Dorfstrasse, Seestrasse und Stationsstrasse wird auch in Zukunft Tempo 50 als Höchstgeschwindigkeit gelten.

Karte von Greifensee mit grossflächigen Tempo-30-Zonen. Auf den Kantonsstrassen gilt noch Tempo 50.
Im Siedlungsgebiet von Greifensee wird Tempo 30 eingeführt. Ausgenommen sind die blau markierten Kantonsstrassen.

Im Juni hatte die Gemeindeversammlung den kommunalen Verkehrsrichtplan (KVP) nach stundenlangen Diskussionen angenommen und die flächendeckende Einführung von Tempo 30 abgesegnet.

Einzig die vier geplanten Begegnungszonen mit Tempo 20 kamen nicht durch. Mit diesen wollte die Gemeinde neuralgische Stellen entschärfen – beim Kindergarten Rüti, bei der Kita Greifensee und bei der Primarschule Breiti.

Dass die grossflächige Tempo-30-Regelung in drei Zonen ausgeschrieben wird, hat praktische Gründe. Sollte es Einsprachen gegen eine Zone geben, könnten die anderen dennoch umgesetzt werden.

Weniger Lärm, weniger Dreck

Die Gemeinde verspricht sich mit dem neuen Verkehrskonzept eine Reduktion der Lärm- und Schadstoffbelastung. Auch ermöglicht Tempo 30, dass das Velofahren neu auf allen Strassen erlaubt ist. Zurzeit dürfen auf den Kantonsstrassen keine Velos fahren, sondern müssen sich hier zusammen mit den Fussgängerinnen und Fussgängern die kombinierten Fuss- und Velowege teilen. Das führt regelmässig zu Konflikten.

Umgesetzt werden sollen die Tempo-30-Zonen bereits im kommenden Jahr. Der Gemeinderat hat für die Jahre 2023 und 2024 einen Kredit von 78'000 Franken für die Ausführung von provisorischen Massnahmen gesprochen. Dazu gehören Bodenmarkierungen und Signaltafeln.

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