Pfäffikon informiert über Stand der Energieplanung
Positives Echo
An der Gemeindeversammlung stösst die Energieplanung auf erfreuliche Resonanz. Und: Die Gemeinde will mit gutem Vorbild voranschreiten. Doch nicht nur das.
Rund 70 Personen waren an der Gemeindeversammlung vom Montag in Pfäffikon dabei. Zum letzten Mal nach 30 Jahren in seiner Funktion als Gemeindeschreiber vor Ort war Hanspeter Thoma. Er nutzte den Abend, um seinen Nachfolger Daniel Beckmann einzuführen. Beckmann wird ab der nächsten Versammlung allein fürs Protokoll verantwortlich sein.
Neben der Nachfolge stand auch die Umsetzung des Busprojekts Pfäffikon-Wetzikon-Hittnau auf der Traktandenliste. Die Bau- und Schlussabrechnung von knapp 1,5 Millionen Franken zur definitiven Einführung der Buslinie 859 wurde einstimmig angenommen.
Grosses Interesse herrschte auch im letzten Traktandum. Der Gemeinderat informierte nämlich über den Stand des Projekts «Energieplanung 22+», ein Projekt zur nachhaltigen Energiewende.
Grosse Ambitionen für «Netto Null»
Die «Energieplanung 22+» wurde 2018 entwickelt und hat das Ziel, bis spätestens 2050 Treibhausgas-Emissionen zu eliminieren, also «Netto Null» zu erreichen. Dabei informiert die Gemeinde Pfäffikon alle vier Jahre, wie es mit dem Vorhaben aussieht und was die nächsten Schritte sind, um dieses Ziel zu erreichen.
In der aktuellen Etappe fokussiert sich der Gemeinderat auf drei Säulen: auf fossilfreie Wärme (also ohne Erdgas oder Heizöl), auf die elektrische Mobilität (ohne Benzin oder Diesel) und auf Strom, der aus Wasser- und Sonnenergie zu gewinnen ist.
Konkrete Massnahmen
Die Gemeinde setzt auf konkrete Massnahmen, die diese Zielsetzung vorantreiben sollen. Zurzeit gibt es noch 400 Heizungen in Pfäffikon, die mit Erdöl betrieben werden. Diese sollen ersetzt werden, um künftig Wärme aus Holzschnitzeln oder mit Wasserwärmepumpen zu produzieren. Für die elektrische Mobilität will die Gemeinde Pfäffikon mehr Lademöglichkeiten zur Verfügung stellen, so soll bis 2030 jedes dritte Auto elektrisch fahren können. Durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen auf Liegenschaften der Gemeinde soll der Strom nachhaltiger produziert werden. (mgp)
Private sollen auf den Zug aufspringen
Die Energiewende ist aber nicht bloss von der Gemeinde oder vom Kanton abhängig, sondern auch Private sollen sich an der Umstrukturierung beteiligen.
«Die Wortmeldungen an der Generalversammlung waren sehr positiv», sagt Daniel Beckmann zuversichtlich. «Das Ziel der Gemeinde ist es, mit gutem Vorbild voranzuschreiten und die Bevölkerung dazu animieren, mitzumachen.»
Die Gemeinde bietet darum Anlaufstellen für Interessierte an. Gezielte Beratungsstellen sollen den Wandel vereinfachen. Dort sollen Fragen zur Finanzierung geklärt und Hilfe für eine Umsetzung angeboten werden.
Auch sonst ist energietechnisch gerade einiges am Tun in der Gemeinde. Während man sich an der Fernwärme der Kezo nicht mehr beteiligen will, soll bald wieder eigener Wasserstrom hergestellt werden.
