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Wilemer wollen Vollausbau des Huebbachs

Eine Umfrage sollte klären, wie die Gemeinde Wila den gefährlichen Huebbach sicherer machen will. Das Resultat ist eindeutig.

Kleiner Bach, grosses Risiko: Die Bevölkerung hat sich für einen Vollausbau des Bachs ausgesprochen.

Foto: Annabarbara Gysel

Wilemer wollen Vollausbau des Huebbachs

Umfrage zum Hochwasserschutz

Lange wurde diskutiert, nun haben die Wilemer einen richtungsweisenden Vorentscheid gefällt. Sie sprechen sich für einen Vollausbau des Huebbachs aus. Damit folgen sie der Empfehlung des Gemeinderats.

Er ist der grösste Gefahrenherd in Wila, wenn es ums Hochwasser geht: Der Huebbach. Seit Jahren diskutieren Exekutive und Bevölkerung über die Frage, wie man das von ihm ausgehende Hochwasserrisiko senken kann.

Im Falle eines Jahrhunderthochwassers könnte er nämlich bis zu 200 Gebäude in Mitleidenschaft ziehen. Im Raum stehen zwei Optionen: Die Umlegung des Baches, sodass dieser ausserhalb des Dorfkerns in Richtung Töss fliesst, oder ein Vollausbau. Dieser sieht vor, die Bachsohle abzusenken und das Bachbett auszubauen.

Ein eindeutiges Resultat

Für beide Optionen liess der Gemeinderat ein Vorprojekt ausarbeiten. An einer Infoveranstaltung Ende Juni kündigte er eine Umfrage an: Das Volk sollte zwischen den beiden als Varianten entscheiden, um den «Wegweiser richtig zu setzen».

Nun hat der Gemeinderat die Umfrage ausgewertet. Das Ergebnis: 66 Prozent der Wilemer Bevölkerung sprechen sich für den Vollausbau aus. An der Befragung nahmen rund 300 Personen teil.

Gemeinderätin Maya Berwert (SVP), die dem Ressort Sicherheit und Gewässer vorsteht, zeigt sich in der Mitteilung zufrieden: «Das klare Umfrageergebnis bestätigt die Empfehlung des Gemeinderates, die Variante ‹Vollausbau› weiterzuverfolgen.»

Als nächsten Schritt arbeitet die Winterthurer Firma Holinger AG das Bauprojekt für den Bachvollausbau aus. Die Anliegen und Bemerkungen aus der Umfrage will der Gemeinderat soweit möglich berücksichtigen.

Stand Juni rechnete die Gemeinde für den Vollausbau mit Kosten von rund 3,7 Millionen Franken. Im Herbst 2024 will die Gemeinde den Projektkredit an die Urne zu bringen.

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