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Jetzt ist auch der Gemeinderat für eine Steuererleichterung

Der Volketswiler Gemeinderat plant, die Steuern zu senken. Vor wenigen Jahren kämpfte er noch gegen eine solche Idee.

Das Budget 2024 weist mit der geplanten Steuerreduktion ein kleines Plus aus.

Foto: Christian Merz

Jetzt ist auch der Gemeinderat für eine Steuererleichterung

Volketswiler Budget

Der Gemeinderat von Volketswil will die Steuern senken. Trotzdem rechnet er noch mit einem kleinen Plus fürs kommende Jahr.

Der Volketswiler Bevölkerung winkt fürs kommende Jahr eine Steuersenkung. Im Rahmen des Budgets 2024 hat der Gemeinderat beschlossen, den Steuerfuss um 2 Prozentpunkte auf neu 36 Prozent zu reduzieren. Aufgrund der guten Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre wolle er damit ein Zeichen setzen, heisst es in einer Mitteilung. Zusammen mit der Schulgemeinde beträgt der Gesamtsteuerfuss demnach 101 Prozent.

Bereits 2021 hatte die Volketswiler SVP an der Gemeindeversammlung versucht, den Steuerfuss auf 36 Prozent zu senken. Damals stellten sich die Behörden allerdings gegen den Antrag, worauf dieser an der Gemeindeversammlung letztlich chancenlos blieb.

Kanton zahlt mehr

Das Budget 2024 der Politischen Gemeinde Volketswil weist einen Ertragsüberschuss von 82’000 Franken aus. Dies bei einem Aufwand von 84,267 Millionen und einem Ertrag von 84,349 Millionen Franken.

Positiv auf den Voranschlag wirken sich gemäss Berechnungen des Gemeinderats die steigenden Beiträge aus dem Finanzausgleich aus. 24,1 Millionen Franken soll Volketswil aus dem kantonalen Topf erhalten. 8,6 Millionen davon gehen an die Politische Gemeinde, der Rest erhält die Schulgemeinde. Der kantonale Anteil wird erhöht, weil die Steuerkraft der Bevölkerung laut Prognose erneut sinkt.

Verlässliche Grundstückgewinnsteuern

Verglichen mit dem Vorjahresbudget steigen auch die Grundstückgewinnsteuern, und zwar um eine Million auf 7,5 Millionen Franken. Diese Steuer hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für hohe Ertragsüberschüsse gesorgt.

So konnte der Gemeinderat von 2019 bis 2022 Grundstückgewinnsteuern in Höhe von 44,4 Millionen einstreichen.

Auf der Ausgabenseite budgetiert der Gemeinderat höhere Nettoinvestitionen als im Vorjahr. Investitionen von 8,3 Millionen Franken sollen im kommenden Jahr mit den vorhandenen flüssigen Mitteln finanziert werden.

Über den Voranschlag 2024 der Politischen Gemeinde mit reduziertem Steuerfuss werden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember entscheiden.

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