Wildberger wollen Windräder aus Gemeinde verbannen
Ein klares Zeichen
Die kantonalen Windenergiepläne sorgen in der Gemeinde für wenig Begeisterung. Wie gross der Gegenwind wirklich ist, zeigte sich an der Gemeindeversammlung.
Als ihm die Stimmenzähler die Anzahl Anwesender mitteilten, staunte Gemeindepräsident Dölf Conrad (SVP) nicht schlecht. 102 Stimmberechtigte hatten sich in der reformierten Kirche Wildberg eingefunden. «Das hämer no nie gha», kommentierte er die fast übervollen Bankreihen.
Ein Blick auf die Traktanden zeigte denn auch, warum der Andrang an dieser Gemeindeversammlung so gross war. Als letzter Punkt nach der Jahresrechnung und einem Nachtragskredit war die Einzelinitiative «Mindestabstand von Windrädern» gelistet. «Ein brisantes Thema und der Höhepunkt des Abends», meinte Conrad dazu.
Die bereinigte Rechnung schliesst mit einem Plus von knapp 518'000 Franken ab. Diese ergibt sich aus einem Aufwand von rund 6,6 Millionen Franken und einem Ertrag von gut 7,1 Millionen Franken. Budgetiert war ein Verlust von 316'800 Franken. Grund für das gute Ergebnis sind neben höheren Steuereinnahmen und Grundstücksteuereinnahmen tiefere Investitionen im Verwaltungsvermögen.
Die Stimmberechtigten hiessen die Jahresrechnung mit einer klaren Mehrheit gut. Im Anschluss befürworteten sie einen Nachtragskredit von 127'560 Franken für den Ersatz der Elektro-, Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Leittechnik (EMSRL) im Pumpwerk Bläsimühle. (agy)

