Wie weiter mit dem Feuerwehrdepot? Im Dezember wird abgestimmt
Fragestunde im Parlament Wetzikon
Der nächste grosse Schritt für ein neues Gemeinschaftszentrum folgt schon bald. Im Dezember wird über den Baukredit für das neue Feuerwehrdepot abgestimmt. Am Platz des heutigen soll das neue Zentrum entstehen.
Es ist ein alter Wunsch. Wetzikon soll ein neues Gemeinschaftszentrum bekommen. Und man weiss auch schon wo: An der Farbstrasse, wo heute das Feuerwehrdepot steht, das die Stadt gerne an die Motorenstrasse verlegen möchte.
Im März hatte der Stadtrat dem dazu notwendigen Baukredit von 25 Millionen Franken für das neue Feuerwehrgebäude zugestimmt, im Dezember nun soll das Volk darüber entscheiden. Das ging aus der Antwort auf eine entsprechende Frage im Parlament hervor.
Die weitere Planung des Gemeindezentrums hängt natürlich von dieser Abstimmung ab, wie der Stadtrat am Montag betonte.
Ein Klima-Rüffel für den Stadtrat
Als es dann aber nach der Fragerunde um die Behandlung eines SP-Postulats ging, wurde die Diskussion lebhaft. Saamel Lohrer (SP) forderte darin, die Stadt solle Massnahmen aufzeigen, um die Energieeffizienz der in Wetzikon ansässigen Unternehmen zu steigern. Und deren Umstieg auf erneuerbare Energie zu beschleunigen.
Energie- und Tiefbauvorstand Henry Vettiger (SVP) betonte in seiner Antwort, dass der Stadtrat in seiner Vision 2040 eine klimaneutrale Stadt anstrebe. Die angestrebte Klimaneutralität will er wesentlich auch durch die Förderung von erneuerbaren Energien und die Realisierung des Fernwärmenetzes erreichen.
Die Unternehmen seien selber bestrebt, möglichst ihren Energiekonsum zu senken, und es gebe entsprechende Beratungsangebote.
Dass das Saamel Lohrer und anderen nicht genügte, versteht sich von selbst. Der Stadtrat müsse mehr tun. Keine Massnahmen in dieser Hinsicht zu präsentieren, gehe gar nicht. In der Abstimmung obsiegte dann aber der stadträtliche Antrag, das Postulat nicht weiterzuverfolgen, deutlich.
Ausgewählte Antworten
Während der Fragestunde erfuhr man unter anderem:
dass der neue Rad-/Gehweg entlang der Hinwilerstrasse deshalb benötigt wird, weil der Kanton diese Verbindung als Hauptveloweg geplant hat (auch wenn es andere Varianten für Velofahrerinnen und Velofahrer gibt zwischen Wetzikon und Hinwil).
dass eine periodische Umweltberichterstattung der Stadt Wetzikon zwar nicht geplant ist, aber im Rahmen der Umsetzung der klimapolitischen Ziele auch ein Kontrollsystem eingeführt wird.
dass die Usterstrasse im nächsten Jahr saniert und mit Bäumen bepflanzt werden soll, um städtischen Hitzeinseln entgegenzuwirken.
dass die Bevölkerung im November entscheidet, ob Tempo 30 in den Wohnquartieren eingeführt wird und dieser Entscheid wichtig ist für die Gestaltung künftiger Begegnungszonen.
dass die Ergebnisse der Chilbi-Umfrage (3 oder 4 Tage) jetzt ausgewertet und an den Stadtrat gemeldet werden.
