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Fehraltorf will Aktienkapitalerhöhung nur zur Hälfte ausschöpfen

Das Spital Uster braucht 40 Millionen Franken mehr Aktienkapital. Aber nicht alle Gemeinden ziehen mit - auch Fehraltorf gehört dazu.

Das Spital Uster braucht Geld. Von Fehraltorf bekommt es nicht so viel wie erhofft. (Archiv)

Foto: Erik Hasselberg

Fehraltorf will Aktienkapitalerhöhung nur zur Hälfte ausschöpfen

Spital Uster

Das Spital Uster braucht 40 Millionen Franken mehr Aktienkapital. Aber nicht alle Gemeinden ziehen mit.

500’000 statt 988’000 Franken, und damit nur die Hälfte des eigentlichen Betrags, will Fehraltorf für die Aktienkapitalerhöhung des Spital Usters ausgeben – «der Beitrag soll helfen, den Fortbestand des Spitals zu sichern», wie es heisst. Grund für den Entscheid, das Beteiligungsrecht nur rund zur Hälfte auszuschöpfen, seien finanzpolitische Überlegungen, teilt der Gemeinderat mit.

Fehraltorf reiht sich damit in eine längere Liste von Aktionärsgemeinden ein, die zwar die gesundheitlichen Aufgaben des Spitals und seine Bedeutung als grosser und wichtiger Arbeitgeber in der Region anerkennen, sich für diesen aber finanzpolitisch nicht vollumfänglich aus dem Fenster lehnen wollen.

Greifensee, Russikon, Hittnau und Wildberg hatten bereits angekündigt, die Kapitalerhöhung nicht im Verhältnis ihrer bisherigen Aktienbeteiligung mitzugehen.

Für die Aktienkapitalerhöhung auf 60 Millionen Franken werden 40 Millionen Franken benötigt. Durch die kommunizierten Entscheide der fünf Gemeinden würden allerdings bereits rund 3,5 Millionen Franken fehlen.

Geld für Schuldenabbau und Sanierungen benötigt

Die 40 Millionen Franken aus der Aktienkapitalerhöhung benötigt das Krankenhaus, weil aus dem Jahresergebnis 2022 ein Minus von 5,2 Millionen Franken resultierte. Ursache für den Jahresverlust von 5,2 Millionen Franken waren Abschreibungen aus dem gescheiterten Bauprojekt «Vrenelisgärtli». Damit ist die Eigenkapitalquote auf 16,3 Millionen Franken oder 13,4 Prozent der Bilanzsumme gesunken.

Mit der Aktienkapitalerhöhung sollen Schulden abgebaut, anfallende Sanierungen finanziert und Investitionen getätigt werden. Allerdings ist es auch eine Vorgabe der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, die Eigenkapitalquote auf mindestens 30 Prozent zu heben, um weiter Leistungsaufträge als Spital zu erhalten.

Bereits kurz nach Bekanntwerden des negativen Jahresergebnisses kündigte die Stadt Uster an, sich mit maximal 20 Millionen Franken an der Kapitalerhöhung beteiligen zu wollen. Sie ist die bedeutendste Aktionärin des Spitals. Das Ustermer Stimmvolk wird wohl im März nächsten Jahrs über die Vorlage befinden.

Und auch in Fehraltorf wird die Bevölkerung das letzte Wort haben. Der Antrag des Gemeinderats für eine Beteiligung in Höhe von 500’000 Franken wird an der nächsten Budget-Gemeindeversammlung vorgelegt.

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