Zweites Brandhaus des AZ Riedikon wird ersetzt
Millionenkredit bewilligt
Die Feuerwehr soll in Uster bald nur noch in modernen Brandhäusern trainieren können. Der Stadtrat hat einen Kredit für den Neubau des Brandhauses 2 genehmigt.
Bereits im Februar 2022 hatte der Ustermer Stadtrat einen Kredit über 1,5 Millionen Franken für den Ersatz des Brandhauses 1 auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Riedikon bewilligt. Das kleinere von zwei Brandhäusern wurde bereits abgerissen. Die Arbeiten für den Neubau laufen und sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.
Nun hat der Stadtrat auch einen Kredit für den Ersatz des grösseren Brandhauses 2 genehmigt. Dieser beläuft sich auf gut 1,9 Millionen Franken, wie aus dem aktuellen Beschluss hervorgeht. Das Brandhaus soll im November 2023 ausser Betrieb genommen und ebenfalls durch einen Neubau ersetzt werden.
Durch Feuer strapaziert
Die Neubauten wurden nötig, da sich beide Brandhäuser nicht mehr im besten Zustand befanden und auch nicht mehr den aktuellen Ansprüchen für die Trainings der Feuerwehr entsprechen. Die beiden Brandhäuser waren 1986 in Betrieb genommen worden.
Durch die intensive Nutzung wurden einerseits die Decken vom Feuer so stark strapaziert, dass die Gebäude nur noch für eine befristete Nutzung zugelassen worden waren. Andererseits waren verschiedene Gebäudeelemente für Trainings nicht vorhanden. Dazu zählen etwa Abgänge ins Untergeschoss oder unterschiedliche Treppenhaustypen in Mehrfamilienhäusern.
Während der Planungsphase des Brandhauses 1 hatte das kantonale Amt für Wasser, Energie und Luft (Awel) im Rahmen eines Pilotprojekts das Grundwasser auf sogenannte Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) untersucht.
Dabei sei festgestellt worden, dass der Boden des Ausbildungszentrums belastet ist. Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen sollen in das Projekt für das Brandhaus 2 einbezogen werden, heisst es. Der Baukredit muss noch vom Gemeinderat genehmigt werden. Der Baubeginn ist im Frühling 2024 vorgesehen.