Russikon will Aktienkapital nur marginal erhöhen
Spital Uster
Das Spital Uster braucht 40 Millionen Franken mehr Aktienkapital. Aber nicht alle Gemeinden ziehen mit.
Wildberg will nicht, Greifensee und Hittnau nur ein bisschen, und jetzt auch Russikon nur marginal: das Aktienkapital für das Spital Uster erhöhen.
Das Geld benötigt das Krankenhaus, weil aus dem Jahresergebnis 2022 ein Minus von 5,2 Millionen Franken resultierte. Ursache für den Jahresverlust von 5,2 Millionen Franken waren Abschreibungen aus dem gescheiterten Bauprojekt «Vrenelisgärtli». Damit ist die Eigenkapitalquote auf 16,3 Millionen Franken oder 13,4 Prozent der Bilanzsumme gesunken.
Die Aktionärsgemeinden, denen das Spital gehört, sollen deshalb bis zu 40 Millionen Franken einschiessen. Damit sollen Schulden abgebaut, anfallende Sanierungen finanziert und Investitionen getätigt werden.
Bereits kurz nach Bekanntwerden des negativen Ergebnisses kündigte die Stadt Uster an, sich mit maximal 20 Millionen Franken an der Kapitalerhöhung beteiligen zu wollen. Sie ist die bedeutendste Aktionärin des Spitals. Das Ustermer Stimmvolk wird wohl im März nächsten Jahres über die Vorlage befinden.
Der Russiker Gemeinderat befürwortet grundsätzlich die Aktienkapitalerhöhung, wie es in einer Mitteilung heisst. Jedoch macht die Gemeinde nicht von ihrem Bezugsrecht Gebrauch. Statt 728’000 Franken (1,82 Prozent des Gesamtvolumens) «sollen Aktien für symbolisch 10'000 Franken gezeichnet werden». Russikon sei eine kleine Trägergemeinde, in der andere finanzielle Themen anstünden.
Die Gemeinde wolle mit dem bereits gestellten Aktienkapital (364’000 Franken) und dem symbolischen Beitrag die Spital Uster AG unterstützen und die regionale Gesundheitsversorgung inklusive Rettungsdienst bestätigen.
Schon Hittnau hatte sich nur für einen symbolischen Beitrag von 10’000 Franken entschieden. Zieht man die bereits kommunizierten Entscheide aus Greifensee und auch Wildberg in die Rechnung mit ein, fehlen bereits 3 der 40 Millionen Franken. In vielen Orten wird aber letztlich das Stimmvolk das letzte Wort haben.