Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Nur zwei Oberländer FDP-Kandidaturen für Bern

Die Oberländer FDP ist auf der aktuellen Nationalratsliste kaum vertreten. Die Bezirksparteipräsidenten stört das kaum.

Die Volketswilerin Raffaela Fehr (FDP, in der Mitte) – hier mit Monika Keller und Simon Vlk anlässlich der Kantonsratswahlfeier im Februar dieses Jahrs – wird vom Nachbarbezirk Pfäffikon im Nationalratswahlkampf unterstützt.

Foto: Seraina Boner

Nur zwei Oberländer FDP-Kandidaturen für Bern

Nationalratswahlen 2023

Ganze 2 von 36 Listenplätzen für den Nationalrat nehmen bei der FDP Oberländer ein. Kein Problem, heisst es bei den Verantwortlichen. Es gibt aber auch Versäumnisse.    

Auf den aktuellen Nationalratslisten der grossen Parteien sind die Oberländerinnen und Oberländer gut bis sehr gut vertreten. Zwischen fünf und neun Kandidaturen stammen jeweils aus der Region. Nur gerade zwei – eine Frau und ein Mann aus dem Bezirk Uster – haben es dagegen bei den Freisinnigen auf die Liste geschafft.

Schon vor vier Jahren war der Anteil der FDP-Vertreter aus den Bezirken Hinwil, Pfäffikon und Uster mit drei Männern und einer Frau recht tief, fiel aber gegenüber den anderen Parteien nicht derart ab. Gibt es ein Problem zwischen den Oberländer Freisinnigen und der kantonalen Partei?

Kaum Rückmeldungen

Reinhard Hirzel, Präsident der FDP Bezirk Hinwil, winkt ab. «Wir haben während der Nominationsphase eine Umfrage bei den lokalen Sektionen gemacht. Aber da kam wenig zurück», begründet Hirzel die Absenz von Kandidaturen aus dem Bezirk Hinwil. Ein Kandidat sei zwar gemeldet worden, doch habe sich dieser kurz vor Abschluss der Liste aus beruflichen Gründen zurückgezogen.

Selbstkritisch merkt Hirzel aber an, dass die Kandidatensuche im Bezirk diesmal zu kurzfristig angegangen worden sei: «Bei den nächsten Wahlen wollen wir den Nominationsprozess frühzeitig angehen.» Es sei zwar schade, dass sie keine eigene Kandidatur stellen könnten, aber: «Die FDP hat als Ganzes ja eine gute Liste – und das ist wichtig.»

Andere Situation in vier Jahren

Ähnlich argumentiert Andreas Juchli, Präsident der FDP Bezirk Pfäffikon und seit 2022 im Kantonsrat: «Wir haben nicht die Erwartung, dass jeder Bezirk auf der Liste vertreten ist.» Essenziell sei, dass jene, die es auf die Liste schafften, sich im Wahlkampf auch voll engagierten.

Sie hätten auf Bezirksebene durchaus genügend und vor allem auch gute FDP-Vertreter. Diese würden sich vorläufig aber auf die Arbeit auf kommunaler und kantonaler Ebene fokussieren. «In vier Jahren wird das aber anders aussehen», kündigt Juchli an.  

Unterstützung für Nachbarinnen

Zudem unterstreicht Juchli, dass es viel wichtiger sei, gute Kandidatinnen aus der Nachbarschaft zu unterstützen. Und dabei erwähnt der Arzt explizit die Volketswilerin Raffaela Fehr, die vom 12. Platz aus ins Rennen geht, oder die Stadtzürcherin Bettina Balmer, die wie er in der Medizin tätig ist. Balmer ist auf dem aussichtsreichen fünften Platz.

«Wir stellen bei uns lieber Plakate für jene auf, die vorne auf der Liste sind und gute Wahlchancen haben, als einfach für Vertreter aus dem Bezirk.»

Ex-Oberländer vorne dabei

Ein kleiner Trost bleibt den Oberländer Freisinnigen: Vor vier Jahren wurde Andri Silberschmidt überraschend als jüngstes Mitglied der 51. Legislaturperiode in den Nationalrat gewählt. Der mittlerweile 29-Jährige, der in Zürich wohnt, hat seine Wurzeln im Oberland.

Andri Silberschmidt (FDP) diskutiert mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran im Nationalratssaal in Bern.
Andri Silberschmidt (FDP) – hier in einer Diskussion mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran – schaffte vor vier Jahren den Sprung in den Nationalrat. Er stammt ursprünglich aus dem Zürcher Oberland.

Der ehemalige Gossauer gründete die Jungfreisinnigen Bezirk Hinwil. Und auf dem jetzigen vierten Listenplatz hat Silberschmidt am 22. Oktober sehr gute Chancen auf eine Wiederwahl. 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns