Darum verzögert sich der Neubau der Badi Auslikon
2025 statt 2024
Der Neubau des Badi-Gebäudes wird voraussichtlich erst im übernächsten Jahr fertig. Die Stadt macht laufende Absprachen mit dem Kanton dafür verantwortlich.
Auch in der nächsten Saison müssen die Badi-Gäste im Strandbad Auslikon noch mit der bisherigen Infrastruktur vorliebnehmen. Der Neubau verzögert sich um sicher ein Jahr. Die Stadt Wetzikon hat deshalb eine neue Übergangskonzession für den Betrieb der Badi beantragt.
Grund für die Verzögerung sind Absprachen mit dem Kanton, die sich in die Länge ziehen, wie Corsin Camenisch, Leiter Geschäftsbereich Sicherheit, Sport und Kultur bei der Stadt Wetzikon, erklärt. «Wir prüfen neue Varianten bezüglich der Erschliessung.» Details seien noch nicht spruchreif.
Alles unter einem Dach
Eigentlich hätte der Neubau der Badi im Frühling 2024 bezugsbereit sein sollen. Der Beginn der Bauarbeiten war auf Ende der diesjährigen Saison hin geplant. Dann beendet auch der angrenzende Campingplatz seine allerletzte Saison. Diesen sportlichen Fahrplan kann die Stadt nun nicht mehr einhalten.
Im April 2022 hatte sie die Neubaupläne veröffentlicht. Künftig soll die Infrastruktur der Badi Auslikon an einem Ort konzentriert sein. Verpflegung, Garderoben, Kasse, Lager, Aufenthaltszimmer sowie Geräte- und Fahrzeugunterstände kommen unter ein Dach. Der bisherige Kiosk und die Garderoben werden abgerissen.

«Das Projekt hat sich nicht verändert», beteuert Corsin Camenisch, «es ist nachhaltig, schön und passt sehr gut in die Naturlandschaft.» Offen ist nur noch die Erschliessung, also die Zufahrt zum Gebäude. Diese soll in den nächsten Monaten definitiv festgelegt werden. Anschliessend kann die Baueingabe erfolgen.
Wir hoffen, dass der Neubau im Jahr 2025 steht.
Corsin Camenisch
Leiter Geschäftsbereich Sicherheit, Sport und Kultur der Stadt Wetzikon
Dann liegt der Ball beim Stadtrat, der den definitiven Baukredit bewilligen muss. Und schliesslich kommt die Wetziker Stimmbevölkerung zum Zug. Sie muss abschliessend über den Neubau befinden. «Im schlimmsten Fall wird gar nicht gebaut», sagt Camenisch. Davon geht er allerdings nicht aus.
Übergangslösung 2024
Camenisch hofft auf einen Baubeginn per Ende der Badi-Saison 2024. Durch die Verzögerung bleiben die bisherigen Bauten vorläufig erhalten. Dies gilt sowohl für die WC-Anlage als auch für den Kiosk und die Garderoben.
Der Betrieb des Seekiosks soll gemäss Corsin Camenisch bis zum Baustart wie gewohnt weiterlaufen. Das sei so vorgesehen. Pächterin Erika Steinmann will sich zur Übergangslösung noch nicht konkret äussern. Sie habe sich noch nicht entschieden, wie es weitergehe.
Die Stadt würde allerdings auch im Neubau die Zusammenarbeit mit Erika Steinmann gerne fortführen. «Sobald wir die Details und die Mietkonditionen kennen, kann sie sich entscheiden, ob sie weitermachen will», sagt Camenisch.
Verhalten optimistisch zeigt sich Camenisch im Hinblick auf das Einzugsdatum. «Wir hoffen, dass der Neubau im Jahr 2025 steht.»
