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Auch in Hittnau wollen sie sich gegen Windräder wappnen

Alle wollen etwas fürs Klima tun, doch niemand will Windräder in seiner Nähe. Hittnau ist im Oberland die dritte Gemeinde, in der Widerstand droht.

In Hermatswil wehrt sich die Bevölkerung mit Transparenten gegen die geplanten Windräder.

Foto: Paulo Pereira

Auch in Hittnau wollen sie sich gegen Windräder wappnen

Weitere Initiativen

Bäretswil, Wildberg, Pfäffikon und jetzt Hittnau: Die Anzahl der Gemeinden, in denen Vorstösse gegen Windräder eingehen, wächst.

Windräder bewegen, die Region, die Hittnauer. Wie die Gemeinde mitteilt, wurden zwei Einzelinitiativen eingereicht. Es sind nicht die einzigen in der Region. In vielen Gemeinden der Region, unter anderen Bäretswil, Wildberg oder Pfäffikon, die als mögliche Standorte, sogenannten Potenzialgebiete von Windrädern gelten, machen die Gegner mobil. Sie versuchen, die Pläne des Zürcher Regierungsrats und Vorstehers der Baudirektion, Martin Neukom (Grüne), zu torpedieren.

Ralf Krummenacher und Thomas Rüegg haben in Hittnau je eine Einzelinitiative eingereicht. Erstere verlangt, dass in der Bauordnung der Gemeinde ein Mindestabstand von industriellen Windenergieanlagen zu zeitweise oder dauerhaft bewohnten Liegenschaften mindestens 800 Meter messen muss. Die andere fordert mit dem Titel «Hittnau ohne Windturbinen» für sichere und umweltschonende Energie gar, dass auf dem Gemeindegebiet keine Windkraftanlagen aufgestellt werden dürfen. Ob die Initiativen gültig und zulässig sind, hat der Gemeinderat in den nächsten drei Monaten zu entscheiden.

In einem Interview sagte Neukom, dass das Planungs- und Baugesetz (PBG) im Kanton Zürich abschliessend regelt, was die Gemeinden in ihren Bau- und Zonenordnungen regeln dürfen. Was dort nicht drinstehe, dürften die Gemeinden auch nicht festlegen. «Abstandsregeln zu Bauten ausserhalb der Bauzone sind nicht im PBG», so der Regierungsrat.

Wie die Gemeinde Hittnau entscheiden wird, wird sich zeigen. Was sich bereits jetzt zeigt: Das Thema Windkraftanlagen bewegt die Hittnauerinnen und Hittnauer. Deshalb schreibt die Gemeinde, dass am 11. September zu diesem Thema ein «Gemeindehöck» stattfinden wird. Dort solle der Austausch mit der Bevölkerung stattfinden und die Haltung der Öffentlichkeit abgeholt werden.

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