Illnau-Effretikon will sein Abwasser auswärts reinigen lassen
Investitionen über 48 Millionen
Die Stadt will die Planungsarbeit für den Anschluss an die Ara in Winterthur weiter vertiefen. Ende Jahr könnten die Stimmberechtigten über das Projekt entscheiden.
Im August 2020 hatte der Stadtrat von Illnau-Effretikon in einem Grundsatzentscheid den Anschluss der Abwasserreinigungsanlage (Ara) Mannenberg in Effretikon an die Ara Hard in Winterthur beschlossen.
Nach einem aktuellen Zwischenbericht habe der Stadtrat nun entschieden, an diesen Plänen festzuhalten, wie es in einer Mitteilung heisst.
In der Zwischenzeit seien verschiedene Studien zur Leitungsführung, zur Erweiterung der Ara Hard, zum Weiterbetrieb und der Umnutzung der Ara Mannenberg sowie eine Wirtschaftlichkeitsanalyse mit verschiedenen Szenarien ausgearbeitet worden.
Auf Grundlage des Zwischenberichts beurteilt der Stadtrat einen Vollanschluss an die Ara Hard im Jahr 2035 als wirtschaftlich und zweckmässig. Die Planungsarbeiten würden nun weiter vertieft und der Anschlussvertrag mit der Stadt Winterthur bereinigt.
Eine der grössten Anlagen schweizweit
Bereits jetzt reinigt die Ara Hard schon Abwässer über die Winterthurer Stadtgrenze hinaus. Dazu gehören unter anderem jene der Gemeinden Turbenthal, Weisslingen und Wila sowie von Kyburg, Sternenberg und Wildberg.
«Die Ara Hard stösst mit der heutigen Abwasserbelastung an ihre Kapazitätsgrenzen und muss, unabhängig
von einem möglichen Anschluss der Ara Mannenberg, bis zum Jahr 2038 ausgebaut und erneuert werden», heisst es im Beschluss des Stadtrats.
Nach dem Ausbau soll die Ara Hard in Winterthur zu den grössten Abwasserreinigungsanlagen der Schweiz gehören. Sie soll ein Einzugsgebiet von 300’000 Einwohnerinnen und Einwohnern umfassen. Neben der Stadt Illnau-Effretikon prüfen auch die Gemeinden Seuzach und Schlatt einen Anschluss.
Die Ara Mannenberg in Effretikon reinigt bisher die Abwässer der Stadt Illnau-Effretikon sowie der Ortsteile Grafstal und Winterberg von Lindau.
Vorlage kommt vors Volk
Bis Ende 2023 soll das Geschäft vom Stadtparlament verabschiedet und anschliessend der Stimmbevölkerung zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Stadt rechnet mit einem Investitionsvolumen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren von rund 48 Millionen Franken.
