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Patrick Schärli zum höchsten Dübendorfer erkoren

Der Wechsel im Präsidium des Gemeinderats kann eine emotionale Sache sein – so geschehen am Montag in Dübendorf.

Frisch gewählt: Gemeinderatspräsident Patrick Schärli, flankiert vom ersten Vize Roger Gallati (links) und vom zweiten Vize Christian Meyer.

Foto: Seraina Boner

Patrick Schärli zum höchsten Dübendorfer erkoren

Wahl im Gemeinderat

Das Parlament wählte Patrick Schärli (Die Mitte) zum Präsidenten des Gemeinderats. Der Abschied seiner Vorgängerin fiel emotional aus.

Patrick Schärli ist der neue Gemeinderatspräsident und damit höchster Dübendorfer. Die Wahl fiel am Montag mit 32 von 35 möglichen Stimmen deutlich aus, was den erfahrenen Mitte-Politiker sichtlich freute. Das Amt sei für ihn eine grosse Ehre – zum bescheidenen Preis, dass er nun ein Jahr lang seine Meinung nicht äussern dürfe, sagte er in seiner Antrittsrede. Das werde ihm bei gewissen Geschäften nicht leichtfallen.

Von den kommenden zwölf Monaten erhoffe er sich viele spannende Begegnungen mit Vereinen, der Verwaltung und der Bevölkerung. Und er freue sich, den Gemeinderat wie auch die Stadt Dübendorf in der Öffentlichkeit repräsentieren und vertreten zu dürfen.

Integration ins Dorfleben

Schärli ist kein Ur-Dübendorfer, sondern mit zwei Geschwistern in Birmensdorf aufgewachsen. Vor rund 25 Jahren zog er in die Stadt an der Glatt, wobei die «Integration ins Dorfleben», wie er es ausdrückte, erst mit der Geburt seiner zwei Kinder David und Melanie stattfand.

2014 wurde Schärli in den Gemeinderat gewählt, wo er acht Jahre in der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) mitwirkte, vier davon als Präsident.

Seine berufliche Karriere hat Schärli mit einer KV-Lehre begonnen, mittlerweile ist er seit über 20 Jahren als Finanz-Controller tätig. Privat engagiert er sich in der Männerriege, wo er auch im Vorstand sitzt. Einmal in der Woche werde trainiert, und danach unterstütze man die lokale Wirtschaft, sagte er augenzwinkernd.

Kröte im Hals und Klimaaktivisten

Mit Schärlis Antritt ging am Montag auch das Amtsjahr seiner Vorgängerin Cornelia Schwarz (SVP) zu Ende. In einer emotionalen Rede blickte sie auf denkwürdige Gemeinderatssitzungen mit Stimmverlust, einer epischen Budgetdebatte oder einer Protestaktion von Klimaaktivisten zurück, aber auch auf zahlreiche Begegnungen und die Besuche bei Vereinen und der Verwaltung.

Eine Menschengruppe, die zu Fuss unterwegs ist.
Cornelia Schwarz als Reiseleiterin mit Dübi-Fähnlein am Ratsausflug zum Flughafen Kloten.

Noch emotionaler wurde es bei der doch recht langen Danksagung, in der sie vor allem ihren Mann Blacky und Gemeinderatssekretärin Edith Bohli hervorhob; Letztere bekam nicht nur einen Blumenstrauss, sondern auch gleich noch eine Einladung für ein Essen.

Ausklang in der Bar

Stadtpräsident André Ingold (SVP) würdigte Schwarz’ Einsatz im Amtsjahr. Sie habe sich auch in hektischen Momenten nicht aus der Ruhe bringen lassen und den Gemeinderat stets gut geleitet und im Griff gehabt.

Auch die Geselligkeit sei nicht zu kurz gekommen, sagte Ingold und strich den Ratsausflug zum Flughafen Kloten unter Schwarz’ Leitung hervor. Und dabei auch den Umstand, dass nach der Verköstigung einige Ratsmitglieder immer noch Durst gehabt hätten, wobei sein stadträtliches Budget in einer Dübendorfer Bar noch etwas strapaziert worden sei.

Passend dazu überreichte Ingold seiner Parteikollegin einen Weinkühler mit Einhornmotiv aus der Bildhauerwerkstatt von Ratsmitglied Bruno Eggenberger (Die Mitte) und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute.

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