968 Unterschriften für das Volksreferendum «Untere Farb»
Der Stadtpräsidentin übergeben
Nachdem Paul Stopper im Parlament noch mit einem Rückweisungsantrag gescheitert war, feiert er mit einem Referendumskomitee einen Erfolg.
Das Komitee Untere Farb hat rund 970 Unterschriften für das Volksreferendum betreffend den Planungskredit von 1,17 Millionen Franken für die Eliminierung der Wohnung in der Unteren Farb und die Umwandlung in Büro- und Lagerräume sowie für den Einbau eines Archivs in der Scheune gesammelt. Am Mittwoch wurden die gesammelten Unterschriften der Stadtpräsidentin überreicht.

Nötig gewesen wären 400 Unterschriften. Mit dem Zustandekommen des Referendums muss der Planungs- und Projektierungskredit dem Volk vorgelegt werden.
Mitte April war dieser im Parlament nach mehreren Änderungsanträgen deutlich genehmigt worden, nachdem die gestiegenen Kosten für den möglichen Baukredit für Diskussionen bei allen Parteien gesorgt hatten. Mit dem Kredit wird die Planung für die Sanierung und den Umbau vorangetrieben. Im denkmalgeschützten Gebäude ist der Einbau des Archivs und einer Schenke vorgesehen.
Archiv-Umzug soll nicht verhindert werden
Das Referendumskomitee, hinter dem auch der BPU-Gemeinderat Paul Stopper steht, ist gemäss Mitteilung von der grossen Unterstützung durch die Bevölkerung beeindruckt. Es dankt allen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern. «Den Ustermerinnen und Ustermern ist es ganz offensichtlich nicht egal, was mit der stadteigenen, denkmalgeschützten Unteren Farb geschehen soll», so das Komitee.
Dessen Ziel ist es, zu verhindern, dass die Stadt Uster den Bewohnern die Wohnung kündigt und in den Räumen zwölf Einzelbüros und Lagerräume einrichtet. Auch der Einbau eines Archivs in der Scheune werde abgelehnt, denn dazu müsste in der Scheune ein sehr teures «Haus im Haus» erstellt werden, schreiben die Verantwortlichen.
Die heutigen Standorte der Ustermer Archive findet das Komitee nicht ideal. Es will einen nötigen Umzug gemäss eigener Aussage aber unter keinen Umständen verhindern. Im Gegenteil: Die Archive sollen rasch in andere, besser geeignete städtische Gebäude gezügelt werden, nämlich das «ZKB-Gebäude» an der Freiestrasse und die Zeughäuser.
In der Scheune der Unteren Farb sollen nach Ansicht des Komitees kein Archiv, sondern solche Nutzungen eingerichtet werden, die der Bevölkerung zugänglich sind. Sprich Räume für Wechselausstellungen, ein Ortsmuseum, eine Kleinbühne, ein Biodiversitäts-Förderungs-Zentrum, ein «Naturama» et cetera.
Das Komitee, dem neben Stopper auch noch Hans Temperli und Gusti Hofmann angehören, bittet den Stadtrat dringend, die damaligen Evaluationen zum Standort wieder hervorzunehmen und die Standortwahl unter den neuen Bedingungen nochmals seriös vorzunehmen.
