Hinwil kritisiert kantonale Windkraftpläne und Baudirektion
Windräder auf dem Bachtel
Die Gemeinde Hinwil sieht die möglichen Standorte auf ihrem Gemeindegebiet als ungeeignet. Zudem bemängelt sie die Kommunikation mit dem Kanton.
Auf dem Bachtel und auf dem Allmen könnten dereinst Windräder stehen. Ebenso im Gebiet Schönwies zwischen Ettenhausen und Ringwil.
Als unrealistische und grundlegend nicht geeignete Standorte bezeichnet die Gemeinde Hinwil diese durch den Kanton erarbeiteten Windpotenzialgebiete in einer Mitteilung.
Sie bekräftigt damit nochmals ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Bau von Windrädern auf ihrem Gemeindegebiet.
Zwei der kantonalen Potenzialgebiete für Windkraftanlagen befinden sich in Hinwil. Momentan findet eine Beurteilung durch den Kanton statt, welche Potenzialgebiete den Weg in den Richtplan finden sollen.
Insgesamt könnten in Hinwil dereinst sieben Windräder zu stehen kommen. Die geplanten Anlagen seien ein starker Eingriff in Landschaft und Natur, heisst es vonseiten der Gemeinde.
Einschneidende Bauphase
Der Gemeinderat sieht durch die Errichtung von Windparks den Schutz von Mensch, Natur und Umwelt gefährdet. Er beanstandet, dass die Anlagen in Landschafts- und Gewässerschutzzonen errichtet werden sollen. Zudem habe er gegenüber dem Kanton verschiedene Themen eingebracht.
Dazu gehören Wildtierkorridore, der mögliche Lärm, Verdachtsfälle auf archäologische Fundstellen sowie das kantonale Ortsbildinventar von überregionaler Bedeutung.
Ausserdem warnt die Gemeinde vor den Folgen der Bauphase. Zur Errichtung der grossen Windräder müssten breite und befestigte Schneisen in den Wald geschlagen werden, welche noch für Jahrzehnte sichtbar bleiben würden.
Untergrabung der Gemeindeautonomie
Bemängelt werden zudem fehlende Unterlagen, um die kantonalen Pläne lückenlos nachvollziehen zu können. Die Gemeinde Hinwil beanstandet die Untergrabung der Gemeindeautonomie durch das Vorgehen der Baudirektion.
Ursprünglich sei kein Dialogverfahren vorgesehen gewesen. Die Gemeinde Hinwil hatte deshalb bereits im vergangenen Dezember beim Kanton interveniert.
Darauf räumte dieser den Gemeinden die Möglichkeit einer Vernehmlassung ein, wovon die Gemeinde Hinwil Gebrauch machte und ihre Position platzierte.
