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Es gibt mehr Geld für die Kinderbetreuung

An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch ging es um Geld. Aber für einmal um Geld, das die Gemeinde der Bevölkerung zahlen will.

Schon fast volles Haus im Geissbergsaal: Und die 117 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren in Diskussionslaune.

Foto: Michael Kaspar

Es gibt mehr Geld für die Kinderbetreuung

Gemeindeversammlung in Bubikon

Nach einigem Gezänk nahmen die Bubikerinnen und Bubiker am Mittwochabend die neue Verordnung zur Kinderbetreuung an. Aber es droht noch ein Rekurs.

Die Gemeinde lässt sich die Kinderbetreuung einiges kosten. Im nächsten Jahr rechnet man sogar mit 413’000 Franken, das sind 150’000 Franken mehr als bisher. In einer neuen Verordnung sind die Berechnungen festgeschrieben, und alle können auf der Website der Gemeinde in einem «Kita-Rechner» selber schauen, wie hoch die Unterstützung ist.

Die Gemeinde Bubikon will attraktiv sein für potente Neuzuzüger und sieht die Unterstützung der Eltern in diesem Bereich als grossen Standortvorteil. Berücksichtigt in der neuen Verordnung sind Kinderkrippen, Tagesstrukturen und Tagesfamilien. Die Verordnung ist aber erst der erste Schritt, die genaue Tarifierung wird in einem entsprechenden Reglement festgelegt. Und hier fingen die grossen Diskussionen an.

Abbruch der Übung

Angeführt wurden die Kritiker von EDU-Präsidentin Jacqueline Bachmann. Ihre Partei hatte im Vorfeld als einzige die Nein-Parole für dieses Geschäft herausgegeben. Sie befürchtete Ungerechtigkeiten für diese oder jene Familien und stellte schliesslich einen Rückweisungsantrag. Es folgten weitere Fragesteller, und Schulpräsidentin Heidi Marty (FBV) bemühte sich mit stoischer Ruhe – und der Unterstützung eines ebenso ruhigen Fachberaters –, die einzelnen Punkte zu erklären, worauf eigentlich nicht mehr viel übrig blieb.

Schliesslich folgte ein Antrag auf Abbruch der Diskussion, welchen die 117 Stimmberechtigten mit 60 zu 40 und einer gewissen Erleichterung annahmen. Mit deutlichem Mehr wurde die neue Verordnung angenommen und tritt ab nächstem Jahr in Kraft.

Doch noch ein Rekurs?

Vorausgesetzt, es folgt nicht noch ein Rekurs beim Bezirksrat eines Versammlungsteilnehmers. Dieser wähnte sich ob des Diskussionsabbruchs um sein Votum betrogen und will sich den Rechtsweg noch überlegen.

Die Rechnung, die um rund 4,7 Millionen Franken besser abschliesst als budgetiert, wurde ohne Wortmeldung durchgewinkt. Seit 2018 schafft es die Gemeinde, immer einen positiven Abschluss hinzulegen. Aber das ist auch nötig. Langsam, aber sicher wird der Investitionsstau der letzten Jahre spürbar. Vor allem im Bereich der Schulen stehen grosse Vorhaben bevor.

Nichtsdestotrotz: Die Gemeinde lud zur Bratwurst, die Feuerwehr schmiss den Grill, und so fand der Abend doch noch einen relativ harmonischen Abschluss.

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