Die Primarschule führt zu Diskussionen
Uster Parlament
Ein emotionaler Sommerabend im Ustermer Gemeinderat: Es ging um erzieherische Themen und brachte einige Köpfe – sowie eine Lampe zum Rauchen.
Zusammengefasst könnte man sagen, es ging nicht nur um rechts oder links, sondern auch um erzieherische Perspektiven: Um Menschen, die sich gewohnt sind 100 Prozent zu arbeiten und diejenigen, die nebenher zusätzlich Erziehungsarbeit leisten und mitbekommen, was ihre Kinder in der Schule umtreibt.
Diese Schere zeigte sich vor allem in den zwei Traktanden zu den Themen der Primarschule.
Ein Punkt war der Vorstoss der FDP, ob und inwiefern die Stadt Uster die integrative Schule weiterdenken oder umgestalten könnte.
Das Postulat wurde knapp mit 14 zu 16 Stimmen abgelehnt, vor allem mit dem Argument, dass die «Integration» zu wenig vorkomme und die Lehrpersonen noch aus ganz anderen Gründen dem Beruf nicht mehr gerecht werden können.
Wieviel darf eine Tagesstruktur kosten?
Der zweite Punkt handelte sich um die neuen Tarife für die Betreuung von Primarschulkindern, ausserhalb der Schulzeiten. Die Idee der Weisung dazu war: Die Tarife gerechter zu gestalten. So sollen Preise für weniger gut Betuchte sinken und für diejenigen die besser verdienen etwas ansteigen.
Auch soll angepasst werden, ob ein Kind nur zu Mittag isst – oder am Nachmittag auch nochmals betreut wird. «Spüren sie den organisatorischen Druck von alleinerziehenden oder niedrig-verdienenden Eltern», fragte Ursula Räuftlin (GLP) in die Runde.
Diese Weisung wurde mit 17 zu 12 Stimmen angenommen und wird im nächsten November vors Volk kommen: Es geht um einen jährlichen Kredit von 580'000 Franken.
Ausführlicher Bericht folgt – Auch warum plötzlich eine Lampe rauchte.
