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Wetzikon bewilligt Kredit für Umbau von Asylunterkünften

160'000 Franken als gebundene Ausgabe: Das kostet der Umbau zweier Häuser, die Wetzikon vom Kanton mietet.

Dieses Haus mietet Wetzikon vom Kanton und baut es um: Die Zürcherstrasse 9 wird zur Asylunterkunft.

Screenshot: Google Maps

Wetzikon bewilligt Kredit für Umbau von Asylunterkünften

Wegen Erhöhung der Asyl-Aufnahmequote

Um die hohe Zahl an Asylsuchenden bewältigen zu können, hat der Kanton die Asyl-Aufnahmequote für alle Gemeinden angepasst. In Wetzikon sind dies rund 100 zusätzliche Personen.

105 zusätzliche Personen: So viele Geflüchtete muss die Stadt Wetzikon mit der Erhöhung der Asyl-Aufnahmequote per 1. Juni unterbringen. Die Lage mit freien Unterkünften für Asylsuchende sei schon heute prekär, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Kredit für die Renovation zweier kantonaler Liegenschaften bewilligt.

Mit der Erhöhung der Aufnahmequote müssen die Gemeinden pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner 13 statt 9 Personen aufnehmen. Der Kanton ist bereit, seine beiden Liegenschaften an der Zürcherstrasse 9 und 11 als Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, um der schwierigen Situation entgegenzuwirken.

Sinnvolle Nutzung

Die Zürcherstrasse 11 wurde bereits von 2002 bis 2019 für die Unterbringung von Asylsuchenden durch die damalige Fürsorgebehörde Wetzikon vom Kanton angemietet. Eine Ausnahmebewilligung, damit das Erdgeschoss bewohnt werden darf, hat die Baukommission 2002 erteilt.

Der Stadtrat ist der Ansicht, dass die Verhältnisse rund um die Zürcherstrasse 11 seit 2002 unverändert sind. Einer weiteren Ausnahmebewilligung kann deshalb zugestimmt und auf ein Baubewilligungsverfahren verzichtet werden.

Beide Liegenschaften stehen im Moment leer und könnten im Baurecht vom Kanton Zürich für rund zehn Jahre mit optionaler Ausstiegsklausel nach fünf Jahren übernommen und mit der Unterbringung von dem Asylkontingent zugehörigen Personen sinnvoll genutzt werden.

160’000 Franken bewilligt

Mit dem Umbau und der Renovation der beiden Liegenschaften zu Wohnungen für den Asylbereich können an der Zürcherstrasse 11 zeitnah rund 17 bis 23 und zu einem späteren Zeitpunkt an der Zürcherstrasse 9 rund 20 bis 25 Wohnplätze für Asylsuchende geschaffen werden. Für den Umbau hat der Stadtrat einen Kredit von 160'000 Franken als gebundene Ausgabe bewilligt. Als Bezugstermin wird der Spätsommer genannt.

Mit diesen neuen Unterbringungsmöglichkeiten könne die heutige Situation zwar nicht komplett gelöst werden, sie gebe jedoch der Stadt Wetzikon Zeit, weitere Lösungen zu prüfen.

Der Stadtrat ist sich bewusst, dass die Zürcherstrasse 9 und 11 im Perimeter des städtebaulichen Leitbilds «Bahnhof West» liegen. Die Entwicklung und die Realisierung von Bauvorhaben sollen durch diese prioritäre Bereitstellung von Asylunterkünften nicht behindert werden.

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